Indien und China Autobauer fahren nach Osten

VW (Foto)
Ein VW-Mitarbeiter steht an einer Produktionslinie im indischen VW-Werk in Chakan hinter einer Fahrzeugkarosserie. Bild: dpa

Schwellenländer wie Brasilien, Russland, Indien und China werden die Gewinner der großen Krise auf den Automärkten sein. Bei den Herstellern sehen die Manager die Konzerne Hyundai/Kia und Volkswagen auf der Überholspur.

Viele Hersteller und Zulieferer planen, in den kommenden fünf Jahren in diesen Staaten erstmals oder verstärkt zu investieren. Das ergab eine Umfrage der Beratungsgesellschaft KPMG unter 200 führenden Vertretern der Automobil- und Zulieferindustrie aus aller Welt.

In der Autobranche geht die Sorge um, dass es in diesen Staaten schon bald zu Überkapazitäten kommen könnte. So befürchtet rund die Hälfte der befragten Unternehmen, dass in Brasilien, Russland und China spätestens in drei bis fünf Jahren Überkapazitäten auftreten. Für Indien geht jeder Dritte davon aus, und 12 Prozent der Experten wollen schon heute Überkapazitäten in Russland ausgemacht haben.

Obwohl die Produktionszahlen in den traditionellen Märkten Europa und USA bereits zurückgefahren wurden, sehen hier fast alle Branchenexperten immer noch deutliche Überkapazitäten. So sagen 80 Prozent der Befragten, es gebe derzeit in Westeuropa Überkapazitäten. Diese bewegen sich nach Ansicht von zwei Dritteln der Umfrageteilnehmer zwischen 11 und 30 Prozent.

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Auf dem nordamerikanischen Markt sehen sogar 88 Prozent der Experten die Kapazitäten als überschritten an, fast ebenso viele in Japan.

Mehr Fusionen und Übernahmen erwartet

In den kommenden fünf Jahren werden es nach Ansicht von über zwei Dritteln der Branchenexperten vor allem die Hyundai/Kia-Gruppe und VW schaffen, ihren Marktanteil auszubauen. Etwas mehr als die Hälfte der Fachleute traut dies auch Toyota zu (57 Prozent). Am skeptischsten sind die Fachleute bei den US-Marken Chrysler und General Motors; hier rechnen über zwei Drittel der Experten damit, dass diese Konzerne bis 2014 Marktanteile verlieren werden. Insgesamt werden Fusionen, Übernahmen und Allianzen bei Herstellern und Zulieferern zunehmen, wie es hieß.

mat/nbr/news.de/ap

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