Hilfe in der Krise Du bist Deutschland

Deutschland steckt noch immer in einer tiefen Wirtschaftskrise. Sie ist zwar nicht nur hausgemacht, aber sie kann hausgemacht etwas gelindert werden - indem jeder täglich genau überdenkt, was er mit seinem Geld macht.

Gartenzwerge (Foto)
Selbst beim guten alten Gartenzwerg kann man sich nicht mehr sicher sein, dass dieser Made in Germany ist. Bild: dpa

«Frage nicht, was dein Land für dich tun kann, sondern immer, was du für dein
Land tun kannst.» Dieser Ausspruch stammt vom 35. Präsident der USA - John F. Kennedy. Und so würde wohl auch Bundeskanzlerin Angela Merkel gerne zu ihrem Volke sprechen. Ihr gehen doch zunehmend die Ideen aus, wie man den Karren wieder aus dem Dreck zieht.

News.de will der Kanzlerin deshalb zur Seite stehen - und hat ein paar Möglichkeiten zusammengetragen, um Deutschland aus der Krise zu ziehen.

Shoppen für die Wirtschaft

Da die Deutschen die Exportquote der Bundesrepublik nur schwer von zu Hause aus steigern können, müssen sie ein anderes Standbein der Wirtschaft stabilisieren: den Binnenkonsum. Dass eine weitere Steigerung möglich ist, zeigt die Sparquote. Die liegt in Deutschland immer noch bei 11,2 ProzentDas Privatvermögen der Deutschen ist im vergangenen Jahr laut Fondsgesellschaft Allianz Global Investors um 4,4 Prozent auf 4,64 Billionen Euro geklettert. , die Amerikaner legen nur etwa vier Prozent ihres Einkommens zurück - wenn überhaupt. Also Geldbörse gefüllt und ab in den Kauftempel. Sparen war gestern.

Konjunktur: Handeln für Deutschland

Aber was kaufen?

Das ist eine der schwierigsten Fragen. In vielen Produkten, wie sie heutzutage im Geschäft zu finden sind, steckt extrem viel Globalisierung und wenig Made in Germany drin. Viele deutsche Einzelhandelsketten haben sich sogar in chinesischen Fabriken eingemietet, um dort billig für den hiesigen Markt produzieren zu können. Um mit seinem Kauf keine Kinderarbeit oder zu starke Umweltverschmutzung zu unterstützen, ist vorherige Recherche über Produkt und Anbieter ein Muss.

Bei Technik wird es ohnehin schwierig, noch einen deutschen Anbieter zu finden. Die Handyproduktion hat Siemens schon lange an BenQ verkauft, und die haben ihren deutschen Produktionsstandort kurz darauf geschlossen. Bei Textilien wird es ebenso schwierig, deutsche Näher zu finden. Nur Haushaltsgeräte Made in Germany gibt es noch ein paar - und Fernseher von TechniSat, Loewe und Metz.

Feiern und Savoir Vivre

Ebenso wichtig wie Konsumieren ist es, Dienstleistungen in Anspruch zu nehmen. Zum Beispiel, wenn man es sich im Restaurant ordentlich gut gehen lässt. Nicht nur, dass man damit Köchen und Kellnern das tägliche Brot absichert, sondern man lässt auch hier den Staat kräftig mitverdienen. Denn der hat im Gegensatz zu Hotelübernachtungen die Mehrwertsteuer für Gaststätten und Restaurants nicht gesenkt und bei alkoholischen Getränken langt er noch durch die Alkoholsteuer kräftig zu.

Insgesamt sollte man ohnehin mehr Dienstleistungen nutzen. Denn in diesem Sektor hat der Rationalisierungswahn seine Grenzen, und ein einzelner Mensch zählt noch etwas. Angebote gibt es genug: Weiterbildung, Renoverierung, ein Instrument lernen, Wellness, Kosmetik und Gesundheit sind nur eine kleine Auswahl.

Schwarzarbeit ablehnen

Aber bitte immer alles auf Rechnung. Die Schattenwirtschaft in Deutschland boomt mehr den je. Im vergangenen Jahr verzeichnete der dunkle Sektor ein Plus von fünf Milliarden Euro. Damit wurden 2009 etwa 350 Milliarden Euro erwirtschaftet, ohne dass der Fiskus etwas vom entstandenen Mehrwert abbekommen hätte.

Ähnlich Einhalt geboten ist den Betrügereien um Hartz-IV. Keine Frage, die meisten Betroffenen sind unverschuldet und trotz guter Ausbildung in der Arbeitslosigkeit gelandet. Aber es gibt auch schwarze Schafe, und die nutzen die staatlichen Leistungen, um ganze Wirtschaftszweige aufzubauen. So werden Extras beantragt, die man gar nicht braucht, oder Wohnungen von Hartz-IV-Empfängern mit Partnern einfach weitervermietet, die die Kommune zahlt. All das belastet den ohnehin schon klammen Staatshaushalt.

Lesen Sie auf Seite 2, was Sie mit ihrem Geld sonst noch so anstellen können

Den großen Banken das Gesparte in den Rachen schieben... Das scheint zwar weitgehend sicher, aber nur, solange das Geld in ein Sparbuch oder auf einem konservativen Konto angelegt wird. Und auch nur, weil der Staat oder der Einlagensicherungsfonds jederzeit haftet, wenn eine größere Bank in Schieflage gerät. Aber ist das wirklich die beste Geldanlage für die deutsche Wirtschaft, wenn diese 0815-Geldhäuser, anstatt Kredite zu verleihen, lieber auf das Investmentgeschäft setzen?

Klar, der Kunde kann in seiner Filiale fragen, womit die Bank ihr Geld verdienen will, und wie viel Boni die Manager bekommen. Die Frage ist nur, ob man ihm eine wirklich ehrliche Antwort geben wird.

Eine Alternative muss her, und davon gibt es einige. Zum einen versuchen ökologisch orientierte und christliche Banken ein Dasein fernab von riskanten Geschäften und Millionenboni zu realisieren. Zum anderen kann man auch als Kleinanleger über Finanzvermittler wie Smava kleine Unternehmen und Kaufleute finden, denen man für die Umsetzung einer vielleicht umwerfenden Geschäftsidee sein Geld zur Verfügung stellen kann.

Investieren

Die Zeiten sind vorbei, in denen der Deutsche mit seinem im Hauptberuf verdienten Geld ausschließlich Konsumgüter wie Möbel, Fernseher und Autos gekauft hat. Stattdessen investieren viele Menschen auch für ihr Leben außerhalb der geregelten Arbeit. Das ist gut für Deutschland.

Mögliche Investitionsobjekte: Eine eigene Photovoltaik-Anlage auf dem Dach oder ein Miniheizkraftwerk basierend auf der Kraft-Wärme-Kopplung im Keller sind eine gute Investition für Deutschlands Zukunft. Beides hilft, dass unser Land unabhängiger von Rohstoffen aus dem Ausland wird. Hat man ausreichend Geld in der Tasche oder findet ein paar Gleichgesinnte, kann man sich auch gleich eine komplette Windanlage kaufen. Der erwirtschaftete Strom dieser Investitionen wird garantiert vom regionalen Stromproduzenten aufgekauft.

Kaufen Sie ein großes Auto. Ein richtig großes. Jetzt.

Um den verschuldeten deutschen Staat zu stützen, ist es jedoch am besten, riesige Spritschlucker hiesiger Produktion zu kaufen. Davon haben die deutschen Hersteller glücklicherweise jede Menge im Sortiment. Mit diesen Modellen verdienen sie so richtig Geld, und können so mehr in die Forschung investieren.

Die Spritfresser haben noch einen weiteren Vorteil, der mit dem Umweltgedanken so gar nicht zu vereinbaren ist. Es klingt makaber: Aber wer heute viel tankt, tut etwas für die gesamte Gesellschaft - zumindest für den deutschen Bundeshaushalt. Denn auf kaum ein anderes Produkt werden so viele Steuern aufgeschlagen, wie auf Benzin und Diesel. Und mit den Einnahmen aus diesen Steuern lässt sich dann das Gemeinwohl finanzieren - Straßen, Gelder für die Bankenrettung und Geld, um Löcher bei der Agentur für Arbeit zu stopfen.

Mit der Anschaffung eines Elektroautos dagegen sollten wirkliche Patrioten allerdings noch ein, zwei Jahre warten - obwohl es erste Modelle aus Japan und Frankreich schon dieses Jahr im Handel geben soll. Die deutschen Autohersteller sind aber noch nicht so weit. Sie brauchen noch ein paar Monate, vielleicht auch Jahre.

Urlaub

Bei so vielen patriotischen Ideen dürfen es auch mal ein paar Tage Urlaub sein. Aber bitte in Deutschland, Europa wäre auch noch eine Alternative. Dann fließt das Geld nicht so weit weg.

seh/reu/news.de

Bleiben Sie dran!

Wollen Sie wissen, wie das Thema weitergeht? Wir informieren Sie gerne.

Leserkommentare (20) Jetzt Artikel kommentieren
  • tomahawk
  • Kommentar 20
  • 24.04.2010 16:22

Ein Kennedy hätte ohne Mafia in NY nicht einmal die Wahl gewonnen. Er hat es ja auch teuer bezahlt. Dumme Sprüche hat er jedennfalls viele geklopft. Ein Spruch von Hitler 1934 in Ludwigshaven...Du bist Deutschland. Auch wenn man heute, wie damals andere Länder überfällt, ich bin nicht Deutschland. Der Wahlspruch für die Merkel, müsste heute eigentlich,Denn du frisst Deutschland, lauten. Hartz IV, da mache ich keinen Spruch von, eher über deutsche Regierungangestellte un deren Pensionen, Bezüge und Betrügereien, Das geht ans eingemachte. Da bekommt einer alleine schon 14000,-€ monatl.(Fischer)

Kommentar melden
  • Harry
  • Kommentar 19
  • 24.01.2010 11:02

Für mich ist Fakt, das Koch eine sehr stark anlehnende Meinung des Hitlerreiches Nazis hat in Bezug auf HartzIV Empfänger. Seine Meinung entspricht den Arbeitslagern ! Das ist gefährlich !Er zündelt vor einem offenem Benzinfass.Fakt ist das Arbeitnehmer viel zu wenig verdienen, da liegt das Problem !Wer kann mit einem Mindestlohn von 7,50 Euro,fals überhaupt, worüber die obigen irrsinnig diskutieren, eine Familie ernähren ? Diese Regierung verdiskutiert unsere Steuergelder, geklautes Geld aus dem Volk !Sie sollten auch wissen das viele HartzIV -Empfäger Jahrzente eingezahlt haben. wie ich !

Kommentar melden
  • Sieling
  • Kommentar 18
  • 15.01.2010 19:38

Wir müssen zum Urlaubsparadies erster Klasse werden,der Dienstleistungssektor muss ausgebaut werden,CallCenter in allen Sprachen,müssen Begleitung,Navigator,Berater und Manager in einem sein.Die Besucher müssen sich wohlfühlen und ihren persönlichen Ansprechpartner buchen könne,der sie begleitet und nicht wie ich neulich erlebte,DB-Auskunft- sagen sie den Abfahrtsbahnhof-Ankunftsbahnhof-eine programmierte Stimme die mich noch nicht einmal nach den Buchstabieren der Orte verstanden hat,ich spreche Dialekt,ich frage mich wie wirkt so eine unpersönliches Etwas auf Besucher?

Kommentar melden
Kommentar schreiben  Netiquettelink | AGB
noch 600 Zeichen übrig