So., 12.02.12

Alternative zum Sparbuch Fonds streuen das Risiko

Artikel vom 30.12.2009

Viele Menschen wollen im Alter mehr als nur die staatlich «garantierte» Rente. Sie legen dafür einen Teil ihres Einkommens zurück. Für Sparer sind dabei Fonds eine verlockende Alternative zum Sparbuch. News.de erklärt Vor- und Nachteile.

Die Leistung der gesetzlichen Rentenversicherung reicht meist nicht aus, um all die hinzugewonnene Freizeit schön gestalten zu können. Und aufgrund der steigenden Lebenserwartung und der niedrigen Geburtenrate ist der Tiefpunkt noch längst nicht erreicht. Der Paritätische Wohlfahrtsverband stellte bereits die düstere Prognose auf, dass in 15 Jahren jeder zehnte Rentner unterhalb des Existenzminimums leben wird. Wer dieser Altersarmut umgehen möchte, muss ein finanzielles Polster für den Ruhestand ansparen.

Aufgrund der hohen Renditechance erscheinen Fonds besonders attraktiv. Während die Festgeld- und Tagesgeldkonten nur einen geringen Zinssatz aufweisen, sind bei den Fonds deutlich höhere Renditen möglich. Selbst mit kleinen Einzahlungen lässt sich im Laufe der Jahre also ein ordentliches Kapital ansparen. Leider aber ist das auch mit einem gewissen Risiko verbunden. Denn grundsätzlich gilt: Je höher die Gewinnchance, desto höher ist auch das Verlustrisiko.

Gerade bei Aktienfonds sind massive Schwankungen möglich. Zwar ist die Beteiligung an einem solchen Fonds weniger riskant als die Investition in einzelne Aktien, weil das Geld in mehrere Unternehmen investiert wird und keine Börsenkenntnisse nötig sind, doch vor Kursverlusten ist niemand sicher. Als kurzfristige Geldanlage sind Aktienfonds deshalb auch nicht geeignet. Nur wenn die Anlage langfristig angedacht ist, sodass man ein mögliches Börsentief in Ruhe aussitzen kann und die Anteile erst in besseren Zeiten (mit hoher Rendite) weiterverkauft, handelt es sich um eine lohnende Investition.

Rentenfonds als Alternative zu Aktienfonds

Eine Alternative zu den Aktienfonds stellen die Rentenfonds dar. Die Einlagen werden dabei in Anleihen, auch bekannt als Renten, investiert. Die Renditen sind zwar geringer als bei den Aktienfonds, das Verlustrisiko aber ebenfalls. Gerade die sogenannten Euro-Rentenfonds sind eine verhältnismäßig sichere Anlageform. Das Geld wird lediglich in Anleihen aus kreditwürdigen Staaten innerhalb des Euro-Raumes investiert, sodass mögliche Kursverluste nur sehr gering ausfallen können. Grundsätzlich hängt die Kursentwicklung von dem allgemeinen Zinssatz ab.

Die dritte Variante sind die Mischfonds. Wie sich an der Bezeichnung schon erkennen lässt, handelt es sich um eine Mischung aus Aktien- und Rentenfonds. Je nach Marktsituation entscheidet das Fondsmanagement, ob in Aktien oder Anleihen investiert wird - ändert sich das Umfeld, werden die Papiere umgeschichtet.

Eine weitere Option stellen Immobilienfonds dar. Bei geschlossenen Immobilienfonds handelt es sich um eine langfristige Anlageform ohne die Möglichkeit einer vorherigen Kündigung. Bei offenen Immobilienfonds sollte eine frühzeitige Kündigung wiederum möglich sein, doch Vorfälle wie bei der DB Real Estate (Tochterunternehmen der Deutschen Bank) haben gezeigt, dass darauf nicht immer Verlass ist. Wenn nämlich zu viele Anleger gleichzeitig in einen Fonds ein- oder aussteigen wollen, könnte die Fondsgesellschaft in Schwierigkeiten geraten, und vorübergehend sind keine An- oder Verkäufe mehr möglich. Ohnehin sind Immobilienfonds eher als langfristige Geldanlage und weniger als schnelles Spekulationsobjekt geeignet.

Wer sich nun für die passenden Fonds entschieden hat, wendet sich für den Kauf an einen Fondsvermittler, eine Direktbank oder einen Discountbroker. Hausbanken bieten zwar ebenfalls Fonds an, doch ist die Verwaltungsgebühr und die Verkaufsgebühr oft deutlich höher als bei den Discountern. Grund genug also, um auch einmal Alternativen zur Hausbank in Erwägung zu ziehen.

mat/bjm/news.de/ddp
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