Pulverfass Swift
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Die Weitergabe von europäischen Bankdaten schlägt kurz vor dem erwarteten «Ja» der EU-Innenminister hohe Wellen. Die FDP verliert wohl an Glaubwürdigkeit und Experten gehen abermals auf die Barrikaden.
Der Bundesdatenschutzbeauftragte Peter Schaar lehnt die zwischen der EU und den USA geplante Vereinbarung zur Weitergabe von Bankdaten strikt ab. «Dieses Abkommen darf nicht geschlossen werden», sagte er der Frankfurter Rundschau.
«Falls doch, werden sicherlich das Bundesverfassungsgericht oder der Europäische Gerichtshof angerufen werden - ich kann mir nicht vorstellen, dass ein solcher Zugriff auf Bankdaten verfassungskonform wäre. Schaar bezeichnete das geplante Abkommen als «massiven Grundrechtseingriff».
Das Abkommen soll sicherstellen, dass die USA auch künftig auf Überweisungen und andere private Bankverbindungsdaten zugreifen können, um mutmaßliche Terroristen ausfindig zu machen. Die Daten sollen vom belgischen Bank-Dienstleister Swift und anderen Unternehmen bereitgestellt werden. Die Innen- und Justizminister der EU sollen das Swift-Abkommen am kommenden Montag verabschieden.
Es ist auch in der schwarz-gelben Koalition in Berlin umstritten. Die FDP lehnt es vehement ab. Dagegen will sich Innenminister Thomas de Maizière (CDU) einem Zeitungsbericht zufolge bei der Abstimmung in Brüssel nur enthalten und nicht mit Nein stimmen.
Auch die bayerische CSU stellt sich jedoch gegen das Vorhaben. «Deutsche Datenschutzstandards dürfen durch internationale Abkommen nicht ausgehöhlt werden», sagte CSU-Landesgruppenchef Hans-Peter Friedrich dem Münchner Merkur. Er kritisierte, dass das Abkommen ohne Beteiligung des Europaparlaments geschlossen werden soll. «Das ist ein Affront gegenüber den Beteiligungsrechten der Parlamente. Eine solche parlamentarische Beteiligung ist gerade im grundrechtssensiblen Bereich des Datenschutzes unverzichtbar.» Die Entscheidung in Brüssel müsse daher verschoben werden.
ruk/iwe/reu/news.de/dpa
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Eigentlich sollte ein Umzug des Servers die Daten des europäischen Bankverkehrs vor den USA schützen. mehr ...
Kann die EU - wer immer das auch ist - ohne Einwilligung der Mitgliedsstaaten solche Vereinbarungen rechtswirksam abschliessen ? Bei diesem Thema sind auch die nationalen Innen/Aussenminister aus unerfindlichen Gründen sehr schweigsam. Ich habe noch von keinem Minister eine klare Ablehnung dieses Swift Abkommens gehört. Und das wundert mich umso mehr - mit Hilfe dieser Daten können die USA unsere europäische Wirtschaft schlicht durch "Ausbremsen" des Konkurrenten Europa einfach umbringen.
jetzt antwortenKommentar meldenDiese EU verkauft die Interessen der Europäer an Amerika. Deutsche oder italienische, usw. Interessen und Hoheitsrechte wurden vorher von den Regierungen an die EU verhökert. R fordert: Die Selbstbestimmung muss zurück delegiert werden.
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