Gehirnwäsche ist unsportlich
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Von news.de-Redakteur Christian Mathea
Artikel vom 08.11.2009
Mit Neuromarketing soll die Werbung verbessert werden - um dem Kunden noch besser diktieren zu können, was er zum Leben braucht. Das Produkt allein überzeugt heute anscheinend niemanden mehr.
Um verkaufen zu können, würden Marketingfachleute wahrscheinlich alles tun. Am liebsten würden sie die Köpfe der Menschen aufsägen und ihnen den Kaufwunsch für ein bestimmtes Produkt direkt ins Gehirn pflanzen.
Was ist nur los? Sind die Produkte so schlecht? Gibt es zuviel? Oder ist den Leuten die Lust am Kaufen vergangen? Wahrscheinlich ist es eine Mischung aus all dem, was die Werbung und die Werbewirkungsforschung zu immer drastischeren Methoden treibt. Ein neuer Trend dabei ist Neuromarketing.
Mit Erkenntnissen aus der Gehirnforschung wollen Pychologen und Marketingexperten die Werbung soweit optimieren, dass die Kunden noch gezielter angesprochen werden können. Wer weiß, wer weiß, welche Gedankenmanipulationen sich die Branche in Zukunft mit diesem Wissen ausdenken wird? Die Gefahr ist jedenfalls groß, dass dabei Grenzen überschritten werden. Immerhin geht es um viel Geld.
Doch dieser Einsatz von Gehirnwäsche unsportlich. Die Unternehmen sollten sich lieber in Erinnerung rufen, worum es in der Marktwirtschaft eigentlich geht. Sie sollen mit ihren Produkten überzeugen und nicht irgendwelche Dinge mit riesigem Werbeaufwand in den Markt zu drücken, die kein Mensch braucht.
mik/news.de
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