Optimismus steigt vor Wahl
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Der wirtschaftliche Optimismus der Deutschen ist vor der Bundestagswahl weiter gestiegen. Das Konsumklima verbesserte sich zum sechsten Mal hintereinander. Aus der Wirtschaft selber kommt derweil ein Schulterzucken angesichts möglicher Koalitionen.
Der Aufwärtstrend des Konsumklimas habe sich auch im September fortgesetzt, berichtete die Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) am Morgen in Nürnberg. Das ruhige Preisklima sorge dafür, dass die Kaufkraft gestärkt werde. Die ohnehin schon gute Kauflaune legte deshalb noch einmal zu.
Der weiterhin robuste Arbeitsmarkt stützte die positive Stimmung. Immer mehr Menschen seien der Ansicht, dass in der Wirtschaftskrise das Schlimmste hinter ihnen liege und sie wieder optimistischer in die Zukunft blicken könnten, berichtete die GfK.
Aus Sicht der Wirtschaft ist das Glas allerdings halb leer. «Die ökonomischen Probleme sind so groß und die Spielräume so klein, dass es zumindest für 2010 keinen Unterschied macht, welche Koalition nach der Wahl an die Regierung kommt», sagte Andreas Rees, Volkswirt von Unicredit der Financial Times Deutschland.
Für den Konsumklima-Indikator sieht die GfK derweil einen deutlichen Anstieg auf 4,3 Punkte im Oktober nach 3,8 Punkten im September. Im August waren es 3,4 Punkte. «Damit bleibt der private Konsum in diesem Jahr die wesentliche Stütze der deutschen Wirtschaft», hieß es. Entscheidend dafür, ob die Binnennachfrage diese Aufgabe weiterhin erfüllen könne, sei aber die Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt. Sollte sich die Zahl der Arbeitslosen in den kommenden Monaten stark erhöhen, so werde dies das Konsumklima schwächen.
Im September stiegen die Konjunkturerwartungen der Bürger zum sechsten Mal hintereinander an. Immer mehr Bürger gingen davon aus, dass die wirtschaftliche Talsohle durchschritten sei. Die Erwartungen an die Entwicklung der eigenen Einkommen kletterten auf den höchsten Wert seit Juli 2007. Hier wirke sich vor allem die extrem niedrige Inflation belebend aus, teilte die GfK mit. «Viele Verbraucher sehen aufgrund stabiler oder sogar sinkender Preise die Kaufkraft gestärkt und damit mehr Geld im Portemonnaie.» Deshalb wird auch kräftig gekauft: Der entsprechende Indikator notiert derzeit fast 50 Punkte höher als vor einem Jahr.
ruk/mat/news.de/dpa
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