Landesbanker haben es schwer
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Von news.de-Redakteur Christian Mathea
Artikel vom 23.09.2009
Die Verantwortlichen im Bankensektor haben einfach nichts dazugelernt. Immer noch werden hohe Löhne gezahlt – und dicke Abfindungen, auch wenn dafür der Steuerzahler aufkommen muss.
Landesbanker haben es wirklich schwer. Jahrelang mussten sie hart an ihren Schreibtischen malochen, schwitzend und stöhnend tonnenschwere Zahlenberge bearbeiten und unablässig akkurat die Sicherheiten prüfen. Dem Land haben sie damit einen immensen Dienst erwiesen. Sie haben ein Milliardengrab geöffnet.
Klar, dass die armen Landesbanker für ihre Leistung jetzt eine dicke Abfindung verdient haben. Übrigens weit mehr, als man im Maschinenbau, in der Chemieindustrie oder im Handwerk überhaupt zu träumen wagt. Dafür dürfen die Arbeiter in diesen Branchen für die 10-Milliarden teure Rettung der BayernLB und damit auch für die üppigen Goodbye-Prämien bezahlen.
Das Problem der Maschinenbauer, Chemiker und Handwerker ist: Ihre Lobbyisten erreichen vielleicht einzelne Parlamentarier. Die Banker aus der Landesbank können ihr Leid aus den Folgen ihrer schweren Arbeit direkt der bayerischen Landesregierung klagen, und offenbar hatten die Regierenden ein offenes Ohr.
Denn anders ist es nicht zu erklären, dass sich die Abfindungshöhen bei den Landesbankern mit teilweise mehr als 1,5 Monatsgehältern multipliziert mit den Dienstjahren berechnen, während Arbeitsgerichte oft nicht viel mehr als 0,5 Bruttomonatsgehälter bei langgedienten Mitarbeitern vorschlagen.
mik/news.de