Die Wirtschaft kennt kein Maximum
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Während am oberen Ende der Einkommensskala ein Wettrennen um die höchsten Verdienste zelebriert wird, sind die durchschnittlichen Bruttolöhne in der Bundesrepublik in den vergangenen Jahren rückläufig. Laut dem derzeit aktuellen Armutsbericht der Bundesregierung sind die Löhne zwischen 2002 und 2005 um 4,8 Prozent von durchschnittlich 24.873 auf 23.648 Euro gesunken.
Dabei nahm gleichzeitig die Ungleichheit in der Verteilung zu. Diese Tendenz spiegelt sich vor allem in der Zunahme des Niedriglohnbereichs wider. «Während im Jahr 2002 8,8 Prozent der vollzeitbeschäftigten Arbeitnehmer im Niedriglohnbereich tätig waren, waren es 2005 bereits 9,3 Prozent», heißt es in dem Bericht.
Wie stark die Einkommen in einem Land auseinander liegen, das messen die Statistiker mit dem Gini-Index. Um so höher dieser Wert für ein Land ausfällt, um so ungerechter sind die Einkommen und Vermögen dort verteilt.
Deutschland liegt mit einem Gini-Index von 28,3 Prozent weltweit an 14. Stelle. Zum Vergleich: Noch gerechter sind die Einkommen beispielsweise in Dänemark (24,7), in Japan (24,9) und Schweden (25) verteilt; schlechter in Frankreich (32,7), Großbritannien (36) und auch im kommunistischen China (44,7).
Es gibt derweil keinen Nachweis dafür, dass in einem Land mit einer starken Einkommensverteilung auch der Wohlstand der gesamten Volkswirtschaft größer ist. Holtemöller: «Es existiert kein eindeutiger Zusammenhang zwischen einem niedrigen Gini-Index und einem hohen Volkseinkommen». So sei das gesamte Vermögen in den USA zwar ungleicher verteilt als in Deutschland, trotzdem sei dort das durchschnittliche Pro-Kopf-Einkommen höher, erklärt er.
Auch ist es für eine Volkswirtschaft nicht unbedingt von Vorteil, wenn alle Bürger gleich verdienen. «Eine zu starke Umverteilung mindert Leistungsanreize und macht damit den gesamten Kuchen, der verteilt werden kann, kleiner.»
Außerdem sei es nicht sicher, ob eine Umverteilung von den Beziehern höherer zu den Beziehern niedrigerer Einkommen überhaupt positive Effekte auf die inländische Nachfrage und die inländische Produktion habe, sagt Holtemöller. «Zwar haben Niedrigverdiener eine höhere Konsumquote als Grossverdiener, aber ob die umverteilungsbedingte Mehrnachfrage nach Konsumgütern der inländischen Produktion und damit dem inländischen Einkommen zugute kommt, ist nicht ohne weiteres vorherzusagen.»
Problematischer als die wirkliche Einkommensverteilung hält Holtemöller den Fakt, wie diese in der Bevölkerung gefühlt werde. «Obwohl die Verteilung in den USA scheinbar ungerechter ist, sehen die Amerikaner darin kein Problem, sondern eher eine Motivation, sich noch stärker anzustrengen», erklärt Holtemöller. In Deutschland werde die hiesige Einkommensverteilung dagegen teilweise als ungerecht empfunden, was die Menschen hierzulande anstatt zu motivieren eher demotivieren würde.
ruk/news.de
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Die wirtschaft ist meiner Meinung nach das einzige, was in Deutschland noch richtig funktioniert. Aber von keiner Lust zu Arbeiten zu reden, dass tun diejenigen Politiker, die sich nicht um unsere Probleme kümmern wollen, sondern nur dem Großkapital dienen. Auch euch können wir verzichten und ich bin mir sicher, dass es irgendwann einen lauten Knall gibt, wo wir diesen Fremdkörper abstoßen werden. Lernt erstmal unsere Realität kennen, dann können wir über Politik reden. Ich auch nix 68iger!
jetzt antwortenKommentar meldenFließband-Produktion und NC gesteuerte Maschinen habe eine hohe Produktivität - sie brauchen sehr viel weniger menschliche Arbeitskräfte - aber die produzieren sehr viel mehr und brauchen einen entsprechend größeren Markt und noch mehr Absatz - Harzer sind keine Kunden. Harzer können sich nicht mal gesund ernähren. Deshalb gibt es Wirtschaftskriesen ! Aber Krieg vernichtet nicht nur das lästige Arbeitslosenheer, sondern auch die Produktionsstätten. Wer den Mit-Menschen, die durch die hohe Arbeitsproduktivität keine Arbeitsstelle finden können mit Hardt IV bestraft - führt Krieg !
jetzt antwortenKommentar meldenNatürlich ists in anderen Ländern billiger, und da zählt man als reich, wenn man hier arm ist, aber das können nur Leute sagen, die den menschlichen Draht zum Großteil der Bevölkerung verloren haben und von ihrem hohen Roß nicht mehr runter wollen. Jeder will immer mehr, solange es jemanden gibt, der mehr hat. Das ist typisch menschlich krank. Wer schonmal in armen Ländern war und mit etwas Hirn sich umsieht, sieht genau, dass WIR die armen sind, obwohl wir reich wirken !
jetzt antwortenKommentar meldenJeder soll das bekommen was er verdient! Warum schämen sich nicht mal die, die etwas arbeiten könnten, aber keine Lust dazu haben? Diese ganze, von den Linken losgetretene Neiddebatte kotzt mich an. Jeder jammert nur noch rum. Arme in Deutschland, würden in den Dritte Welt Ländern immer noch als reich gelten. Armut in Deutschland ist jammern auf hohem Niveau!
jetzt antwortenKommentar melden«Anreize, dass man viel verdienen kann, sind wichtig. Das spornt an.» Das stimmt sicher. Aber warum hört man dieses Argument von Managern nie, wenn es um Mindestlohn oder Tarifverhandlungen geht? Weil sie sich dann nicht mehr so maßlos auf Kosten der Arbeitnehmer bereichern könnten!
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