Die einen verdienen Millionen, die anderen kommen gerade so über die Runden. Aufgabe der Politik ist eine soziale Umverteilung. Denn die würde es in der Wirtschaft wahrscheinlich in der heutigen Form nicht geben.
3,7 Milliarden Dollar. Das dürfte wohl eines der höchsten Einkommen gewesen sein, das bisher in der Geschichte erzielt wurde. Der Glückliche: John Paulson. Der im Jahr 1955 geborene Gründer des Hedgefonds Paulson & Company konnte diesen immensen Betrag im Jahr 2007 auf sich verbuchen.
Obwohl es maßlos erscheinen mag, dass ein Einzelner 3,7 Milliarden Dollar durch Finanzgeschäfte verdient - aus ökonomischer Sicht gibt es offenbar keine Obergrenze. Eine Obergrenze, ab der es keinen Sinn mehr ergibt, dass jemand noch mehr verdient – beispielsweise weil dieser Mann oder diese Frau ohnehin nicht zum Ausgeben des Geldes kommt.
«Die Menschen legen das Geld ja nicht unter das Kopfkissen, sondern sie legen es selber an oder geben es Banken, die das Geld anlegen», erklärt Oliver Holtemöller, Konjunkturchef am Institut für Wirtschaftsforschung Halle (IWH).
Auch sei gegen hohe Gehälter oder Prämienzahlungen generell nichts einzuwenden. «Anreize, dass man viel verdienen kann, sind wichtig. Das spornt an.» Demnach ist es für eine soziale Marktwirtschaft auch besser, die Einkommen beispielsweise durch Steuern erst später umzuverteilen, anstatt sie von vornherein zu begrenzen. Gehälter und Prämien zu beschränken, wäre auch deshalb problematisch, weil die Unternehmen in dem jeweiligen Land dann Probleme hätten, Spitzenmanager zu gewinnen, so Holtemöller.
Eine wirkliches Problem sei indes, dass viele der in den vergangen Monaten gezahlten Abfindungen und Boni nicht gerechtfertigt seien. Einige Manager hätten trotz der Rekordverluste ihrer Unternehmen ihre Millionenboni oder Millionenabfindungen ausgezahlt bekommen. Um derartige Exzesse zu verhindern, sollte mehr Transparenz, ein stärkeres Mitspracherecht der Hauptversammlung und eine Orientierung an langfristigen Unternehmenszielen eingeführt werden, betont der Wirtschaftswissenschaftler.
Leserkommentare (3)
Natürlich ists in anderen Ländern billiger, und da zählt man als reich, wenn man hier arm ist, aber das können nur Leute sagen, die den menschlichen Draht zum Großteil der Bevölkerung verloren haben und von ihrem hohen Roß nicht mehr runter wollen. Jeder will immer mehr, solange es jemanden gibt, der mehr hat. Das ist typisch menschlich krank. Wer schonmal in armen Ländern war und mit etwas Hirn sich umsieht, sieht genau, dass WIR die armen sind, obwohl wir reich wirken !
jetzt antworten Kommentar meldenJeder soll das bekommen was er verdient! Warum schämen sich nicht mal die, die etwas arbeiten könnten, aber keine Lust dazu haben? Diese ganze, von den Linken losgetretene Neiddebatte kotzt mich an. Jeder jammert nur noch rum. Arme in Deutschland, würden in den Dritte Welt Ländern immer noch als reich gelten. Armut in Deutschland ist jammern auf hohem Niveau!
jetzt antworten Kommentar melden«Anreize, dass man viel verdienen kann, sind wichtig. Das spornt an.» Das stimmt sicher. Aber warum hört man dieses Argument von Managern nie, wenn es um Mindestlohn oder Tarifverhandlungen geht? Weil sie sich dann nicht mehr so maßlos auf Kosten der Arbeitnehmer bereichern könnten!
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