Die Angst wird einkalkuliert
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Von news.de-Redakteur Christian Mathea
Artikel vom 10.09.2009
Minijobber wissen nichts und fordern auch nichts. Viele Arbeitgeber freut das, sie setzen sogar darauf, um die Geringverdiener noch stärker ausnutzen zu können.
Wir verdienen wenig und haben keine Rechte. Das denken Minijobber jedenfalls über sich. Wahr ist aber, dass die Arbeitgeber die Minijobber auf vieles einfach nicht hinweisen, was ihnen per Gesetz zusteht. So wissen die wenigsten dieser geringfügig Beschäftigten, dass sie Anspruch auf bezahlten Urlaub und Lohnfortzahlung im Krankheitsfall haben.
Die Unternehmen freuen sich über diese willige Masse, die ihnen die Politik zugetrieben hat. Die Arbeitgeber gehen einfach davon aus, dass es sich um Menschen handelt, die seit Jahren auf eine Chance warten. Sie nutzen es oft aus, dass diese Menschen aus Angst, ihre Chance zu verlieren, niemals aufmucken werden.
Das ist eine Schande. Denn es geht in der Wirtschaft nicht nur um Kosten von Human-Kapital, sondern auch um die Achtung seiner Angestellten. Wenn Arbeitgeber die Minijobber absichtlich in ihren wenig Urlaubstagen arbeiten lassen, dann kalkulieren sie deren Unwissenheit in ihren Kostenplan mit ein. Und das ist schäbig.
mik/news.de
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