Kommentar zur Fusion mit VW Achtung Porsche

Das hat Deutschlands Senkrechtstarter nun von seinen riskanten Übernahmeofferten. So leicht lässt sich ein Riese wie VW nun mal nicht schlucken. Die Quittung dafür: Porsche wird in die VW-Flotte eingereiht.

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News.de-Redakteur Christian Mathea. Bild: news.de

Nach Außen wurde zwar verkündet, es soll eine Fusion zwischen beiden Autobauern geben. Aber mal ehrlich, dann müsste der Konzern ja auch VW-Porsche heißen, es müsste zwei Unternehmenssitze geben und zwei Geschäftsführer dürften Entscheidungen fällen. Das ist wohl eher unwahrscheinlich.

Fakt ist, Porsche hat mit seinen Finanzproblemen die weitaus schlechteren Karten und muss mehr Eigenständigkeit aufgeben als VW - die für ihre Marke einen Imagegewinn verbuchen dürften. Im neuen Konzern wird man indes nach Synergie-Effekten suchen, um die Produktionskosten auch für Porsche zu senken. Denn ein völlig unabhängiges Pferd im Stall, das ist mit dem Riesen VW kaum zu machen.

Doch an dieser Stelle heißt es aufpassen. Denn der Käufertyp Porschefahrer hält sich von je her für etwas Besonderes, was er mit dem Kauf seines Autos auch ausdrücken will. Falls also die Marke Porsche verwässert wird, auffällige Bauteile anderer Modelle in den Sportwagen eingebaut werden oder in Porscheautohäusern bald auch Skodas angeboten, dann ist es mit dem Erfolg der Marke vorbei.

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