Steinbrück warnt vor zu viel Geld
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Die Industriestaaten der ganzen Welt buttern Millionen in ihre Wirtschaft. Und verschulden sich damit schwer. Bundesfinanzminister Steinbrück sieht hinter den Stützmaßnahmen die nächste Krise: Eine weltweite Inflation, da zu viel Geld in den Umlauf kommt.
Seine Sorgen äußerte Peer Steinbrück (SPD) gegenüber der Bild-Zeitung. Er fürchte, «dass wir weltweit mit den enormen schuldenfinanzierten Gegenmaßnahmen die nächste Krise auf den Weg bringen.»
Steinbrück sagte: «Es wird so viel Geld in den Markt gepumpt, dass die Gefahr einer Überlastung der Kapitalmärkte und einer weltweiten Inflation im Wiederaufschwung drohen könnte.» Kurzfristig gebe es kein Inflationsproblem. «Mittelfristig müssen wir uns aber darum kümmern, wie wir die Milliarden an Liquidität wieder aus der Welt bekommen, die wir jetzt in die Wirtschaft pumpen.»
Das werde eine besondere Herausforderung für alle Zentralbanken, also auch für die Europäische, die dann für Geldwertstabilität sorgen müsse wie früher die Bundesbank.
Momentan gebe es jedoch keine vernünftige Alternative zu klugen Investitionsprogrammen, sagte der Bundesfinanzminister weiter. Er verteidigte nachdrücklich die Aufstockung der staatlichen Ausgaben für die Abwrackprämie auf fünf Milliarden Euro. Die Prämie wirke sehr gut und sorge für eine spürbare Stabilisierung einer der wichtigsten Leitindustrien: «Wegen der Prämie hat die deutsche Autoindustrie bisher keinen solchen Absturz erlebt wie in den USA.»
Steinbrück wandte sich entschieden gegen den Ruf nach einem dritten Konjunkturprogramm. Diesen «ständigen Überbietungswettbewerb» lehne er ab, sagte der SPD-Politiker und fügte hinzu: «Wir sollten abwarten, welche Kraft unsere bereits beschlossenen Maßnahmen entfalten und nicht schon wieder zappelig werden.»
Unterstützung bekam Steinbrück von Gesamtmetall-Präsident Martin Kannegiesser und seinem Amtsvorgänger und Parteifreund Hans Eichel. Die Gewerkschaft Verdi erklärte dagegen, die bisherigen Konjunkturpakete reichten nicht aus.
Kannegiesser sagte gegenüber Bild: «Was die Regierung bisher getan hat, kann sich sehen lassen. Es darf aber keine weiteren Konjunkturpakete geben. Das restliche Pulver muss trocken gehalten werden, um beispielsweise Entlassungen im Herbst sozial abzufedern.»
Ex-Finanzminister Eichel sagte, das erste Konjunkturpaket habe außer bei der Abwrackprämie noch gar nicht wirken können. Dennoch werde schon über ein drittes gesprochen. «Ich halte es für richtig, was die Bundesregierung, was die Kanzlerin, was der Finanzminister wollen: jetzt sehen, wie das wirkt, und dann bilanzieren.»
Der Vorsitzende der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi, Frank Bsirske, forderte dagegen weitere öffentliche Investitionen im Kampf gegen die Wirtschaftskrise. Es sei nicht auszuschließen, dass die Wirtschaft so stark schrumpfe wie zuletzt 1931/32, ist heute in seinem Beitrag für die Sächsische Zeitung zu lesen.
«Gemessen daran reichen die bisherigen Konjunkturpakete nicht aus. Als das zweite geschnürt wurde, ging die Regierung von einer Prognose aus, die mittlerweile überholt ist», schreibt Bsirske weiter. Damit die Krise eingedämmt und eine schwere Depression verhindert werden könne, «brauchen wir deutlich mehr öffentliche Investitionen. Das kostet Geld und wird kurzfristig zu neuen Schulden führen. Aber wer jetzt knausert, wird später einen wesentlich höheren Preis zahlen müssen.»
iwi/jek
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Ich stimme Tanja in soweit zu, dass man die Kosten und Umsätze und Ausgaben mal analysieren sollte. Stichpunkt: Soziale Planwirtschaft
jetzt antwortenKommentar meldenArgh zu kurz das Fenster :-( Ohne Mehl, kein Brot und ohne Mühle, kein Mehl...usw. Alles kostet vorallem will jeder in der Kette sein Geld verdienen, doch viele wollen viel....zu viel und jeder nachfolgende sorgt dafür dass Lebensmittel langsam unbezahlbar werden. Genau HIER muss eingegriffen werden! Nicht die Sozialhilfe anheben, immer und immer wieder.... Nein, dafür sorgen dass ein Hilfeempfänger auch damit auskommen kann! Scheiss auf Freie Marktwirtschaft, die macht Deutschland KAPUTT. Strukturiert den mist mal komplett um, dafür Verdienen Politiker ja schon genug! Also nu an die Arbeit.
jetzt antwortenKommentar meldenIrgendwie verstehe ich das ganze nicht. Warum wird immer mehr Geld in die Wirtschaft gepumpt, statt mal zu gucken wo denn das vorhandene Geld bleibt? Wo sitzen die Endverbraucher des ganzen Geldes? Warum muss man heute für ein Brot das doppelte Zahlen wie vor 10 Jahren? Sicher nicht weil sich die Welt geändert hat, eher die habgier der Menschen. Es wird nichts nützen Unkraut auszureissen während man die Wurzeln fleissig giesst. Wie wäre es diese Wurzeln zu packen und auszureissen? Kosten verfolgen und anpassen und zwar so dass jeder damit gut Leben kann.
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