Die DDR-Wirtschaft hing an Moskaus Tropf
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Von news.de-Redakteur Christian Mathea
Artikel vom 01.04.2009
Christa Luft übernahm kurz vor Ende der DDR das Amt der Wirtschaftsministerin. Heute spricht sie überraschend offen über die Fehler der sozialistischen Wirtschaft, kritisiert aber gleichzeitig die schnelle Währungsunion nach dem Mauerfall.
Wer mehr leistet, bekommt mehr Geld - dieses Prinzip galt in der DDR nicht. Welche Motivation hatten die Menschen damals, sich trotzdem anzustrengen?
Christa Luft: Es steckt in den meisten Menschen, dass sie sich mit den Verhältnissen abfinden. Das System, das wir in der DDR hatten, war ein Ergebnis des Zweiten Weltkrieges. Es war nicht abzusehen, dass es ein baldiges Ende haben wird, solange die Sowjetunion ihre Hand über der DDR hielt. Jeder wusste: Das ist das System, in dem wir noch lange leben werden und hatte sich damit arrangiert.
Aber das kann doch nicht der einzige Grund gewesen sein.
Luft: Es ist natürlich nicht von der Hand zu weisen, dass Menschen auf Stimulierungen von außen reagieren und dass diese Stimulierungen in Form von Lohn- und Gehaltssteigerungen in der DDR ihre Grenzen hatten. Von dem Wertschöpfungszuwachs hatten die einzelnen Menschen zwar nicht unmittelbar etwas, aber über die zweite Lohntüte haben sie trotzdem davon profitiert. Wurde gut gearbeitet, dann wurden die Gewinne der Betriebe und Kombinate an den Staatshaushalt abgeführt. Von dort gab es eine Umverteilung in die Sozialsysteme, für Kultur, für die Bildung und Infrastruktur. Das war nicht unwichtig in der DDR, aber am Ende hat das niemand als seinen persönlichen Anteil gesehen, sondern als etwas, was ihm ohnehin zustand.
War das eine Ursache für das Scheitern der DDR?
Luft: Das war sicherlich eine Ursache. Das Problem des verstaatlichten Eigentums im Sozialismus war, dass es für die Menschen zu anonym gewesen ist. Wenn die Menschen wissen, es steht ihnen etwas ohnehin zu, dann engagieren sie sich nicht so sehr dafür, als wenn sie wissen, das müssen sie sich erst erarbeiten. Eine Verstaatlichung allein reicht nicht aus, man braucht auch ein Eigentümerbewusstsein. Deshalb muss man eine Mitarbeiterbeteiligung mit einem Mitspracherecht organisieren. Außerdem braucht man nicht alles zu verstaatlichen. Ich habe deshalb immer der Idee eines dritten Weges angehangen, der sowohl öffentliches als auch privates Eigentum zulässt. Es muss nicht jeder Handwerksbetrieb verstaatlicht sein, das ist nicht nötig.
Gab es denn in der DDR überhaupt keine Privatbetriebe?
Luft: Doch natürlich. Es gab etwa 145.000 private Betriebe, vor allem im Handwerk. Zu Beginn der DDR wurden viele private Betriebe gegründet. Das ging bis Anfang der 1970er Jahre. Die Betriebe hatten jedoch starke Restriktionen. Sie mussten 90 Prozent ihres Gewinns an den Staatshaushalt abführen. Sie unterlagen einer Begrenzung, was die Lehrlingseinstellung betraf. Sie durften außerdem nur zehn Angestellte haben. Größer durfte keiner werden.
Warum wurde der private Sektor später so stark beschränkt?
Luft: Ab den Jahren 1971/72 sind unter der Ägide Günter Mittags – er war ein Fan von Gigantomanie – private und halbstaatliche Betriebe in die Kombinate eingebunden worden. Auf diese Weise wurden sie volkseigen. Mittag hat sich davon versprochen, dass er noch mehr die Finger auf dem Gesamtpotenzial hat. Das war in der Tat ein Verlust an Kreativität und an Flexibilität. Diese Kleinen konnten ganz fix auf neue Nachfrage reagieren, was so ein großes Kombinat nicht so einfach konnte. Es hätte von den privaten Betrieben in der DDR viel mehr geben müssen. Dann wäre auch das Konsumgüterangebot ein besseres gewesen.
Gab es keine Ökonomen in der Opposition, die auf die Gefahren dieser Entwicklung hingewiesen haben?
Luft: Diese Verstaatlichung ist auch mit der Zustimmung der Blockparteien wie der CDU und der Liberalen Demokratischen Partei erfolgt. Gerade in diesen beiden Parteien waren viele Unternehmer. Dabei darf man nicht vergessen, dass die bisherigen Inhaber der privaten und halbstaatlichen Betriebe Geschäftsführer ihrer Betriebe innerhalb der Kombinate blieben, die dann natürlich volkseigen waren.
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Sehr geehrter Herr gundolf, entgegen Ihren Beschimpfungen, wäre Sachlichkeit und Konstruktivität von nöten. Haben Sie einmal darüber nachgedacht, warum der Fall des Herren Rohwedder bis zum heutigen Tag noch nicht aufgeklärt werden konnte? Welche Rolle hat Frau Breuel oder so ähnlich gespielt? Welche Interessen werden überhaupt im Wirtschaftsgeschehen vefolgt? Warum wird Wirtschaft überhaupt betrieben? Über eine Antwort bzw. Aufklärung würde ich mich sehr freuen.
jetzt antwortenKommentar meldendieser bericht oder schilderung von Christa Luft klingt wie ein hohn aber witzig. frau luft schildert nur alles schön und die schuldigen waren die anderen, wie immer. es erfolgt nur eine einseitige schilderung, wie man es gerne gehabt hätte und damit an der sachlage vorbei. es ist sehr verwun- derlich, dass ein redakteur in der heutigen zeit, eine solche darstellung noch abdruckt und vielleicht noch entloht wird ohne rot zu werden. schauen wir doch nach vorn und lernen endlich aus den vorprogrammierten fehlern.
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