Milliardenbetrüger Madoff will Schuld gestehen

Der mutmaßliche Milliardenbetrüger Bernard Madoff muss laut US-Medienberichten mit einer lebenslangen Haftstrafe rechnen. Die Staatsanwaltschaft legte jetzt die Anklage vor. Sie enthält elf Punkte, darunter sind Wertpapierbetrug, Geldwäsche und Meineid.

Milliardenbetrüger Bernard Madoff (Foto)
Mutmaßlicher Milliardenbetrüger Bernard Madoff. Bild: dpa

Dem 70-jährigen Madoff drohe dafür nach Angaben der Staatsanwaltschaft eine Strafe von 150 Jahren Gefängnis, berichtete unter anderem das Wall Street Journal. Es gibt keine Vereinbarung mit den Anklägern über ein vermindertes Strafmaß angesichts des Geständnisses.

Madoffs Anwalt kündigte wie erwartet an, dass sein Mandant alle Vorwürfe der Staatsanwaltschaft anerkennen werde, berichteten auch die New York Times und die Wirtschafts- Nachrichtenagentur Bloomberg.

Madoff erschien vor Gericht zu einer Anhörung, bei der es ursprünglich darum gehen sollte, ob sein Anwalt Ira Sorkin ihn weiter vertreten kann. Die Staatsanwaltschaft warf Sorkin Interessenkonflikte vor. Der Richter beschloss, dass Madoff seinen Anwalt behalten kann. Zugleich sagte er laut New York Post, dass bis zur Verurteilung Madoffs trotz des Schuldeingeständnisses noch einige Monate vergehen könnten.

Madoff hat nach eigenen Angaben einen Schaden von 50 Milliarden Dollar angerichtet. Das wäre der mit Abstand größte Betrug der Wirtschaftsgeschichte.

voc

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