Positive Zahlen Mercedes-Benz Bank sieht keinen Anlass für Staatshilfe

Die Mercedes-Benz Bank sieht keinen Grund, unter den Bankenrettungsschirm des Bundes zu schlüpfen. Dagegen haben Medienberichten zufolge bereits drei andere Autobanken, darunter die Volkswagen-Bank, Finanzhilfen beantragt.

Mercedes Benz Bank (Foto)
Peter Zieringer, Vorstandsvorsitzender der Mercedes-Benz Bank AG, ist zufrieden mit dem laufenden Geschäft. Bild: ap

Vorstandschef Peter Zieringer sagte heute in Stuttgart, das zum Daimler-Konzern gehörende Kreditinstitut verfüge über mehr als ausreichende Liquidität. Man beobachte aber genau, was sich am Markt abspiele. Komme es zu einer Wettbewerbsverzerrung, halte sich die Bank alle Optionen offen.

«Wir dürfen uns nicht schlechter stellen als andere Wettbewerber», sagte Zieringer mit Verweis auf die Volkswagen Bank, die vom Staat einen Garantierahmen von bis zu zwei Milliarden Euro erhalten hatte. Der Vorstandschef betonte, die Mercedes-Bank habe nie in problematische Wertpapiere investiert. «Es gibt keinen Abschreibungsbedarf.» Die Rolle als Kreditgeber für den Automobilhandel sowie für Firmen- und Privatkunden gewinne vor dem Hintergrund der derzeitigen Kreditverknappung noch mehr an Bedeutung.

Im vergangenen Jahr steigerte das Institut das Neugeschäftsvolumen bei Leasing und Finanzierung in einem insgesamt rückläufigen Automarkt um sechs Prozent und überschritt erstmals die Marke von neun Milliarden Euro. Das Vertragsvolumen stieg um vier Prozent auf 17,2 Milliarden Euro.

Auch im Direktbankgeschäft legte die Bank zu. Das Einlagevolumen stieg im Vergleich zu 2007 um rund 50 Prozent auf über sechs Milliarden Euro. Seit Jahresbeginn habe sich das Einlagevolumen auf aktuell zehn Milliarden Euro weiter erhöht. Das Institut will erst ab Mitte März wieder neue Kunden annehmen, weil es bis dahin dauere, den Antragsstau bei den Kontoeröffnungen abzubauen.

Die Bank will in diesem Jahr den britischen Markt erobern. Großbritannien sei nach Deutschland einer der wichtigsten Absatzmärkte in Europa, sagte Zieringer. Seit vergangenem Jahr ist das Institut bereits in Spanien aktiv.

bla/ruk

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