Gedenkmünze Neuer Euro erinnert an zehn Jahre Währungsunion

2009 WWU Gedenkmünze (Foto)
Das Motiv des griechischen Künstlers Georgios Stamatopoulos prägt seit Januar 2009 die neuen Zwei-Euro-Münzen. Bild: news.de

Von news.de-Redakteurin Mara Schneider
Seit Januar 2009 tauchen in immer mehr deutschen Portmonees neue Zwei-Euro-Münzen mit einem kindlichen Strichmännchen auf der Rückseite auf. News.de hat nachgehakt, was es mit der Münze auf sich hat.

Georgios Stamatopoulos heißt der Künstler, der das Design für eine neue Euromünze kreiert hat. Links ein kindliches Strichmännchen, daneben das Zeichen der neuen europäischen Währung. Damit hat sich der Grieche in einem EU-weiten Wettbewerb durchgesetzt, dessen Ziel es war, ein Motiv zu finden, das am ehesten zehn Jahre Wirtschafts- und Währungsunion (WWU) symbolisiert.

Vom 31. Januar bis zum 22. Februar 2008 waren dazu alle EU-Bürger aufgerufen, sich per Online-Voting zwischen fünf verschiedenen Motiven zu entscheiden. 141.675 Menschen gaben ihre Stimme ab – und Stamatopoulos wurde mit 41,8 Prozent zum Sieger gekürt. Sein Entwurf, so das Komitee, bringe zum Ausdruck, dass der Euro «der jüngste Schritt in der langen Geschichte des Handels» ist, hieß es auf der Internetseite der Europäischen Kommission. «Vom prähistorischen Tauschhandel, dargestellt durch das äußerst primitive Design, bis hin zur Wirtschafts- und Währungsunion.»

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Stamatopoulos hat in der Vergangenheit bereits alle acht Motive der in Griechenland herausgegebenen Euromünzen entworfen. Die kleinen Geldstücke stellen Schiffe der letzten Jahrhunderte dar, die mittleren bekannte Landesväter und die beiden großen Münzen zeigen Beispiele der griechischen Geschichte und Mythologie.

Das neueste Werk des Künstlers, die Zwei-Euro-Gedenkmünze zum zehnjährigen Bestehen der WWU, ist seit dem 1. Januar dieses Jahres in Umlauf und mittlerweile auch in deutschen Portmonees zu finden. Insgesamt wurden rund 90 Millionen dieser Geldstücke im gesamten Euroraum produziert, davon 31 Millionen in Deutschland.

Bis auf eine Ausnahme haben sich alle teilnehmenden Länder auf ein einheitliches Design geeinigt. Eine Besonderheit stellt lediglich die luxemburgische Variante dar. Als Wechselbild zeigt die Münze dieses Landes neben dem Strichmännchen-Motiv auch das derzeitige Staatsoberhaupt, Großherzog Henri. Dieser erscheint, wenn die Münze im 45-Grad-Winkel betrachtet wird. Hintergrund ist einem Bericht des Deutschen Münzenmagazins zufolge ein Paragraph des luxemburgischen Münzgesetzes, das vorschreibt, dass das Staatsoberhaupt auf jeder Münze abzubilden ist.

Es ist bereits das zweite Mal in der Geschichte der WWU, dass alle zum Euroraum gehörenden Staaten ein einheitliches Motiv herausgebracht haben. 2007 gab es bereits eine Münze, die an 50 Jahre Europäische Union erinnern sollte. Auf der Rückseite des damals produzierten Zwei-Euro-Stücks ist der Vertrag mit den Unterschriften der sechs Gründungsstaaten zu sehen. Belgien, die Bundesrepublik Deutschland, Frankreich, Italien, Luxemburg und die Niederlande haben am 25. März 1957 die EU in Rom ins Leben gerufen. Von der Gedenkmünze sind rund 87,5 Millionen Exemplare in Umlauf.

Am 1. Januar 1999 wurde der Euro zunächst als Buchgeld für den bargeldlosen Zahlungsverkehr, drei Jahre später dann als Bargeld in zahlreichen Mitgliedsstaaten der Europäischen Union eingeführt. Damit löste er nach und nach die jeweiligen Landeswährungen ab – ein wichtiger Schritt im Zusammenwachsen des Kontinents. Mittlerweile ist der Euro offizielles Zahlungsmittel in 16 europäischen Ländern.

Leserkommentare (1) Jetzt Artikel kommentieren
  • Abdulla Mehmet
  • Kommentar 1
  • 17.03.2013 13:03

Ein Adler wäre angesichts unserer Hilfszahlungen angebrachter gewesen. Das Männeken ist so smart wie die Geldbeutel des Mittelstands Griechenlands.

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