Verhandlungen mit der Bahn wurden vertagt
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Die Tarifverhandlungen zwischen der Deutschen Bahn und den Gewerkschaften Transnet und GDBA sind vertagt worden. Die Gewerkschaften lehnten das Angebot des Arbeitgebers ab. Die nächste Verhandlungsrunde soll am 22. Januar stattfinden.
Die Bahn habe nur einen Inflationsausgleich von einem Prozent angeboten, sagte ein Transnet-Sprecher. Zusätzlich habe sie Einmalzahlungen, abhängig vom Geschäftsergebnis und der Position im Unternehmen, vorgeschlagen. Zudem sei sie bereit, über die zusätzlichen Forderungen der Gewerkschaften wie das Jobticket und Arbeitszeitverbesserungen zu reden. Der Tarifvertrag solle nach Vorstellungen der Bahn 24 Monate laufen.
«Was jetzt vorliegt, bleibt weit hinter unseren Forderungen zurück», stellten der Transnet-Vorsitzende, Alexander Kirchner, und der GDBA-Chef, Klaus-Dieter Hommel, fest. Es habe in der ersten Runde «viele Worte, aber wenig Substanzielles» gegeben.
Die Gewerkschaften Transnet und GDBA verlangen zehn Prozent mehr Geld sowie spürbare Verbesserungen bei der Arbeitszeit. Insbesondere die Planbarkeit des Einsatzes soll verbessert, Nacht- und Wochenendschichten begrenzt werden. Die Laufzeit des neuen Vertrages soll zwölf Monate betragen. Der aktuelle Einkommens-Tarifvertrag läuft Ende Januar aus.
Der erst im November gewählte Kirchner hatte bereits mit Streiks gedroht. Ihm steht auf Seiten der Bahn der langjährige Transnet-Chef Norbert Hansen gegenüber, der im Juni 2008 als Personalvorstand in den Bahn-Vorstand gewechselt war. Kirchner will ein ähnliches Ergebnis wie die Konkurrenzgewerkschaft GDL aushandeln. Die Konkurrenz der beiden Gewerkschaftslager hatte in der vergangenen Tarifrunde zu einem beinahe ein Jahr dauernden Tarifkonflikt geführt, der nach zahlreichen Streiks im Zugverkehr im Januar 2008 mit Lohnzuwächsen von insgesamt elf Prozent endete.
mat
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