Bratz-Puppen Gnadenfrist für Barbie-Rivalin

Im erbitterten Urheberrechtsstreit mit Barbie-Hersteller Mattel bekommen die Bratz-Puppen des Konkurrenten MGA eine vorläufige Gnadenfrist. Ein US-Richter verlängerte die Genehmigung zum Weiterverkauf der Bratz-Modepuppen laut US-Medien bis Jahresende.

Gnadenfrist für «Barbie»-Rivalin «Bratz» (Foto)
Eine «Bratz»-Puppe (l.) des Spielzeugherstellers MGA und eine «Barbie» von Mattel. Bild: dpa

Andernfalls hätte der MGA-Konzern, der Großaktionär des deutschen Puppenherstellers Zapf ist, Produktion und Verkauf der Bratz-Modelle bereits im Februar stoppen müssen. Bereits im vergangenen Sommer hatte ein Gericht zugunsten von Mattel entschieden, Bratz-Puppendesigner Carter Bryant habe die ersten Modelle entworfen und MGA angeboten, als er noch bei dem Barbie-Hersteller beschäftigt war. Somit seien sie geistiges Eigentum von Mattel.

Die neue Gnadenfrist gelte allerdings nur vorläufig, betonte der Richter laut Medienberichten. Er prüfe noch eine Forderung von Mattel, das Geschäft mit den Bratz-Puppen einem gerichtlich bestellten Kontrolleur zu unterstellen. Der Richter ordnete den Berichten nach zudem eine Prüfung der Finanzen von MGA Entertainment an.

Die Bratz-Puppen sind das wichtigste Geschäft von MGA und machen nach verschiedenen Schätzungen zwischen einem Drittel und der Hälfte des Umsatzes aus. Die großäugigen, frech aussehenden Bratz-Puppen kamen 2001 auf den Markt und wurden als Verkaufsrenner schnell zu Konkurrentinnen der klassischen Barbie. MGA ist größter Aktionär der deutschen Zapf Creation mit einem Anteil von zuletzt fast 50 Prozent.

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