Ifo-Chef sagt Krise bis 2010 voraus
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Alle, die noch in diesem Jahr mit einem Ende der Wirtschaftskrise rechnen, bekommen nun einen Dämpfer. Ifo-Chef Hans-Werner Sinn sieht zwei schwere Jahre auf Deutschland zu kommen. Er spricht von der schwersten Krise seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges.
«Die deutsche Wirtschaft steht vor der schwersten Rezession der Nachkriegsgeschichte. Auch für das Jahr 2010 sehen wir noch keinen Aufschwung», sagte Sinn der Bild-Zeitung. Auf dem Arbeitsmarkt werde es eine dramatische Entwicklung geben. «Die Arbeitslosigkeit wird bis zum Dezember um eine halbe Million steigen», sagte der Ifo-Präsident. 2010 könnten sogar vier Millionen Menschen arbeitslos sein. Allerdings werde die Inflation wegen des Ölpreis-Einbruchs 2009 im Schnitt auf 0,9 Prozent sinken.
Am Wochenende hatte der Direktor des Hamburgischen Welt- WirtschaftsInstituts (HWWI), Thomas Straubhaar, prognostiziert, Deutschland werde schon im nächsten Jahr wieder aus der Wirtschaftskrise herauskommen. «Der Tiefpunkt wird in der ersten Jahreshälfte 2009 liegen und im zweiten Halbjahr wird es wieder nach oben gehen. Schon 2010 werden wir uns wieder in einem positiven Wachstumsprozess befinden», hatte Straubhaar dem Hamburger Abendblatt gesagt. Allerdings werde die Arbeitslosigkeit 2009 deutlich auf etwa 3,5 Millionen im Jahresdurchschnitt ansteigen. Die Wirtschaft werde um 1,2 Prozent schrumpfen.
Die weltweite Wirtschaftskrise wird nach Einschätzung von Wirtschaftsvertretern auch deutlichen Einfluss auf die Ausgaben für Werbung und Öffentlichkeitsarbeit haben. «Das wahrscheinlichste Szenario ist, dass die Budgets leicht rückläufig sind, in der Größenordnung von etwa fünf Prozent», sagte Florian Haller von der Agentur Serviceplan bei einer Umfrage des Branchendienstes Kontakter. Zugleich sehe er einen Trend zur schärferen Kontrolle der Werbewirkung.
Jeder Werbe-Euro werde «verstärkt hinsichtlich Sinn und Ziel überprüft», sagte der Marketingchef der Lufthansa, Hubert Frach. Der Marketingverantwortliche von Toyota Deutschland, André Schmidt, glaubt, dass «Online-Werbung und Suchmaschinenmarketing deutlich wachsen» werden.
bla
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Ich muss ehrlich sagen, diese Wirtschaftsexperten scheinen nicht viel dazugelernt zu haben in den vergangenen Monaten. Hatte nicht DIW-Präsident Zimmermann vor einiger Zeit mal ein Konjunkturprognosen-Stopp gefordert? Von der Hand voll hoher Herren, die hier wöchentlich ihre Hellseherei betreiben, können am Ende vielleicht ein oder zwei Recht behalten. Die anderen sollten entweder etwas fleißiger forschen, den Mund halten oder ihren Hut nehmen. Job verfehlt.
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