Mehr Fahrgäste denn je Bahn mit Rekordzahlen

Die Deutsche Bahn hat einen Tag nach der vorläufigen Absage ihres Börsengangs eine Zwischenbilanz mit Rekordwerten präsentiert. Das bundeseigene Verkehrsunternehmen hat in den ersten neun Monaten des Jahres deutlich mehr Umsatz und Gewinn gemacht.

Fahrkartenautomat (Foto)
Am 14. Dezember erhöht die Deutsche Bahn ihre Preise im Durchschnitt um 3,9 Prozent. Bild: dpa

Noch nie seien so viele Fahrgäste in seinen Bahnen und Bussen befördert worden, teilte der Konzern in Berlin mit. Der Konzernumsatz stieg verglichen mit dem Vorjahreszeitraum um neun Prozent auf 25,2 Milliarden Euro. Die Nettoverschuldung sei um 2,24 Milliarden auf 15,53 Milliarden Euro gesenkt worden.

Die Zahl der Fahrgäste in Zügen der Bahn erhöhte sich im Zeitraum Januar bis September um 3,8 Prozent auf 1,42 Milliarden. Zählt man die Busreisenden hinzu, waren es insgesamt 1,987 Milliarden. Die Bahn fahre «trotz Finanzkrise weiter auf Erfolgskurs», sagte Vorstandschef Hartmut Mehdorn. «Dies wird auch in unseren aktuellen Gesprächen mit potenziellen Investoren honoriert.» Mehdorn hält die Arbeitsplätze bei der Bahn «trotz schwieriger konjunktureller Lage» für sicher, wenn die eingeschlagene Geschäftsstrategie fortgeführt werden könne.

Die Bundesregierung hatte gestern deutlich gemacht, sie erwarte derzeit keinen Börsengang mehr in dieser Legislaturperiode. Sie schloss dies aber bei einer deutlich besseren Situation an den Finanzmärkten auch nicht aus. Der ursprünglich angepeilte Termin 27. Oktober war wegen der Börsenturbulenzen auf unbestimmte Zeit verschoben worden. Geplant ist, 24,9 Prozent der Verkehrs- und Logistik-Tochter DB Mobility Logistics (DB ML) an private Investoren zu verkaufen.

Auch für die DB ML wurde erstmals eine Neunmonatsbilanz vorgelegt. Sie erwirtschaftete 24,64 Milliarden Euro Umsatz, das ist ein Plus von 7,8 Prozent. Ohne Zukäufe wäre der Umsatz um 4,2 Prozent auf 23,82 Milliarden Euro gestiegen, teilte der Konzern mit.

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