Kundendaten werden nie ganz sicher sein
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Völlige Datensicherheit wird es nach Angaben des Telekom-Chefs René Obermann nicht geben. Die Konkurrenz von Vodafone ist hingegen überzeugt, dass die Telekom zu wenig für den Datenschutz getan hat.
«Hundertprozentigen Schutz kann kein Unternehmen versprechen. Auch nicht die Deutsche Telekom. Das wäre unseriös», sagte Obermann der Bild-Zeitung. Die Telekom habe jedoch ihre Schutzvorkehrungen nochmals verschärft.
Zugleich sprach sich Obermann erneut für die rasche Benennung eines Datenschutzvorstands im Konzern aus. Das Problem: Der vom Chef designierte derzeitige Telekom-Chefjustiziar Manfred Balz ist vom Aufsichtsrat nicht gewünscht. Mit dem neuen Ressort reagiert die Telekom-Führung auf eine Serie von Datenpannen, die den Konzern seit Monaten erschüttern. Einen Rücktritt schloss der 45-Jährige Telekom-Chef aus.
Durchkreuzt wurden Obermanns Beschwichtigungsversuche postwendend von der Konkurrenz, diesmal in Person der Vodafone-Datenschutzbeauftragten Renate Schmidt. Die ehemalige Bundesfamilienministerin griff die Telekom im Focus scharf an. "Das ist mir völlig unverständlich, wie solche Pannen passieren konnten", kritisierte sie und warf den Bonnern ein "fehlendes Sicherheitssystem" vor. "Da wurden Datenvorschriften regelrecht missachtet."
Derzeit ermitteln Staatsanwaltschaften in sieben Fällen von Diebstahl von Kundendaten. Zuletzt war bekannt geworden, dass die Nummern von 17 Millionen T-Mobile-Kunden in zwielichtigen Kreisen aufgetaucht sind, darunter auch namhafter Prominenter aus Unterhaltung, Politik und Wirtschaft. Gleichzeitig kam heraus, dass jeder Telekom-Filialmitarbeiter mit dem geeigneten Passwort Zugriff auf die Kundendatenbank des Unternehmens hatte.
fme
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