General Motors US-Regierung lockt mit größerem Kuchenstück

Die Verwaltung von General Motors in Detroit. (Foto)
Bei Opels Mutterkonzern wird derzeit die Insolvenz vorbereitet. Bild: ap

General Motors soll nach einer Insolvenz möglichst schnell gerettet werden. Dafür hat die US-Regierung die Gläubiger mit einem neuen Angebot überzeugt. Sie sollen einen höheren Anteil am Konzern bekommen, falls sie auf ihre Forderungen verzichten.

Das US-Finanzministerium hat den Gläubigern der Opel-Mutter General Motors (GM) ein neues Angebot zur Rettung des Autobauers im Zuge eines Insolvenzverfahrens gemacht. Die Kreditgeber könnten für einen Schuldenverzicht eine höhere Beteiligung am Konzern als die bisher offerierten zehn Prozent bekommen, teilte GM unter Berufung auf einen Regierungsvorschlag mit.

Voraussetzung sei aber die Zustimmung zu einem Rettungsverkauf mit einer weitgehenden Verstaatlichung von GM im Rahmen einer Insolvenz. Das Finanzministerium setzte den mehreren zehntausend Gläubigern dafür eine Frist bis zu diesem Samstag. Die Regierung will auf diesem Weg offenbar eine Rettung in der Insolvenz möglichst weitgehend vorbereiten, damit GM das Verfahren rasch wieder verlassen kann.

Eine Gläubigergruppe habe bereits Zustimmung signalisiert. Sie stehe für rund ein Fünftel der Gesamtschulden von 27 Milliarden Dollar. Erst Mitte der Woche ist der Konzern mit seinem bisherigen Angebot zum Schuldenabbau deutlich gescheitert und hatte keine ausreichende Zustimmung erreicht.

Der Rettungsplan sieht einen Einstieg des Staates bei GM mit anfangs 72,5 Prozent vor. Im Gegenzug garantiert der Staat die Finanzierung der Sanierung. Die Autogewerkschaft UAW soll für Zugeständnisse einen Anteil von 17,5 Prozent bekommen. Die Beteiligung der Gläubiger von zunächst zehn Prozent könne später über Optionen auf bis zu 15 Prozent steigen.

Die Insolvenz wird wegen der dramatischen Schieflage des Konzerns bereits in den nächsten Tagen erwartet. US-Präsident Barack Obama hatte GM ein Ultimatum bis zum kommenden Montag gesetzt.

mat/ruk/news.de/ap

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