Leute Die Promi-Geburtstage vom 08. Juli 2012: Anjelica Huston

Berlin – Anjelica Huston schreibt ihre Memoiren. Sollte sich die US-Schauspielerin nicht auf die Kunst des Weglassens verstehen, dürften ihre Erinnerungen einen dicken Wälzer füllen.

Die Promi-Geburtstage vom 08. Juli 2012: Anjelica Huston (Foto)
Die Promi-Geburtstage vom 08. Juli 2012: Anjelica Huston Bild: dpa

Sie habe das Gefühl, allein bisher «mindestens neun Leben» gehabt zu haben, sagte sie vor kurzem der «Detroit News».

Huston, die heute 61 Jahre alt wird, mag zwar ein Sonntagskind sein und hat eine beachtliche Filmografie vorzuweisen, stand jedoch manchmal im Schatten übermächtiger, von aller Welt bewunderter Männer - beruflich wie privat.

Sie kommt am 8. Juli 1951 im kalifornischen Santa Monica zur Welt, als ihr Vater, der große Hollywood-Regisseur John Huston (1906-1987), gerade den Filmklassiker «African Queen» mit Humphrey Bogart und Katharine Hepburn dreht. Er ist es auch, der seiner Tochter Jahre später im Drama «Eine Reise mit der Liebe und dem Tod» (1969) die erste Hauptrolle gibt. Der durchbrechende Erfolg bleibt jedoch aus. Deshalb verabschiedet sich Miss Huston vorerst von der Leinwand und wird einstweilen Model – auch wenn sie sich nicht sonderlich schön findet und glaubt, ein Gesicht abbekommen zu haben, das man höchstens noch auf antiken Münzen findet, wie sie einmal im Interview gesagt hat.

Es ist Jack Nicholson, der sie wieder fürs Kino begeistern kann. Seit 1973 sind die beiden privat ein Paar, 1975 drehen sie gemeinsam für Elia Kazan das Melodram «Der letzte Tycoon» (1976).  Gleiches gilt für Bob Rafelsons Filmdrama «Wenn der Postmann zweimal klingelt» (1981) und schließlich ebenso für die von John Huston inszenierte Mafia-Komödie «Die Ehre der Prizzis» (1985). Nicholson wird dafür als Hauptdarsteller für einen Oscar nominiert, Huston als temperamentvolle Cosa-Nostra-Gangsterbraut in der Kategorie «Beste Nebendarstellerin» mit einem ausgezeichnet.

Auch ohne Nicholson an ihrer Seite macht Huston eine gute Figur, in Woody Allens «Verbrechen und andere Kleinigkeiten» oder Paul Mazurskys «Feinde – Die Geschichte einer Liebe» zum Beispiel, die beide 1989 in die Kinos kommen. Das ist das Jahr, als Huston sich im übrigen endgültig von ihrem Dauerliebhaber trennt. Es ist kein Geheimnis, dass er sie in den 16 Jahren ihrer Beziehung immer wieder betrogen hat. Doch dann schwängert Nicholson eine andere Frau. Das ist zuviel. Es ist aus.

Die Schauspielerin findet Glück und Geborgenheit schließlich beim US-Bildhauer Robert Graham, den sie 1992 heiratet und mit dem sie bis zu seinem Tod im Dezember 2008 zusammenbleibt. Die Ehe bleibt kinderlos. Dennoch ist Anjelica Huston immer wieder ausgesucht worden, eine Mutter zu spielen, in der «Addams Family» (1991 und 1993) ebenso wie zuletzt in «50/50 – Freunde fürs (Über)Leben» (2011).

Auch im richtigen Leben hätte sie gern Nachwuchs gehabt, wie sie offen in Interviews erzählt hat. Doch es hat nicht geklappt. Details wird sie möglicherweise in ihrer Autobiografie preisgeben.

NAMEBERUFALTERGEBURTSDATUMGEBURTSORTGEBURTSLAND
BECKamerikanischer Rockmusiker4208.07.1970Los AngelesUSA
MOL, Linda deniederländische Showmasterin4808.07.1964HilversumNiederlande
OSBORNE, Joanamerikanische Rocksängerin5008.07.1962AnchorageUSA

news.de/dpa

Bleiben Sie dran!

Wollen Sie wissen, wie das Thema weitergeht? Wir informieren Sie gerne.

Leserkommentare (0) Jetzt Artikel kommentieren
Kommentar schreiben  Netiquettelink | AGB
noch 600 Zeichen übrig