Prozesse Rosenkrieg um Anders-Autobiografie geht weiter

Rosenkrieg um Anders-Autobiografie geht weiter (Foto)
Rosenkrieg um Anders-Autobiografie geht weiter Bild: dpa

Koblenz - Noch keine Einigung im Rosenkrieg von Thomas Anders und seiner Ex-Frau Nora: Sie fordert von dem früheren Modern-Talking-Sänger rund eine Million Euro für bestimmte kritische Aussagen in der Autobiografie «100 Prozent Anders» sowie einen Teil der Einnahmen aus dem Verkauf.

Die Anwälte beider Seiten konnten sich am Freitag vor dem Koblenzer Landgericht nicht auf einen Vergleich verständigen. Als Zielvorgabe dafür nannte Nora Ballings Anwalt Bernd Schneider in der Güteverhandlung einen «hohen sechsstelligen Betrag». Der Rechtsbeistand von Anders, Simon Bergmann, sagte, er sei gesprächsbereit. Konkrete Zahlen nannte er aber nicht.

Nora Balling war zur Verhandlung erschienen. Anders blieb fern - nach Angaben seines Anwaltes wegen eines Konzertes in Moskau. In einem Eilverfahren hatte das Landgericht Anders Mitte März mehrere Aussagen untersagt. Grundlage war eine Verschwiegenheitsvereinbarung, die das ehemalige Paar bei der Scheidung getroffen hatte. In der Autobiografie wirft der ehemalige Kollege von Dieter Bohlen seiner Ex-Frau unter anderem Verschwendungssucht vor. Nach der Entscheidung aus dem Eilverfahren durfte sich der Sänger allerdings zur Abfindungssumme anlässlich der Scheidung äußern.

«Wir können uns heute nach wie vor (...) vorstellen, die Sache gütlich zu erledigen», sagte Ballings Anwalt Schneider. Auch Anders' Anwalt Bergmann signalisierte Verhandlungsbereitschaft. Er glaube aber, «dass die Vorstellungen der Mandanten dermaßen auseinanderliegen, dass ich arge Befürchtungen habe, dass wir da auf keinen gemeinsamen Nenner kommen». Die Bereitschaft zu einem Vergleich wollte er aber nicht als Schuldeingeständnis seines Mandanten verstanden wissen: Anders sei nach wie vor im Recht, sagte er.

Um ihre Forderungen vor Gericht genau beziffern zu können, stellten Ballings Anwälte einen Antrag, wonach Anders seine Einnahmen aus dem Verkauf der Autobiografie offenlegen soll. Anders' Anwalt Bergmann beantragte dagegen, die Zahlungsklage zurückzuweisen. Er zweifelte außerdem die Zuständigkeit des Landgerichts an und will erreichen, dass der Prozess vor einem Familiengericht fortgeführt wird. Am 13. Juli wollen die Richter entscheiden, wie es in dem Streit weitergeht, sagte eine Gerichtssprecherin. Weitere Verhandlungstermine sind bisher nicht angesetzt.

news.de/dpa

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