Leute Die Promi-Geburtstage vom 06. Mai 2012: George Clooney

Die Promi-Geburtstage vom 06. Mai 2012: George Clooney (Foto)
Die Promi-Geburtstage vom 06. Mai 2012: George Clooney Bild: dpa

Berlin - Ob, wie, wo und mit wem George Clooney heute seinen 51. Geburtstag feiert, ist sein Geheimnis. Bekannt ist indes, dass er in vier Tagen, jede Menge betuchte Gäste in seinem Haus in Los Angeles empfangen wird, wie die «Huffingtonpost» angekündigt hat.Ein amerikanischer Schauspieler und Regisseur bekennt Farbe: 40 000 Dollar soll der Eintritt zu Clooneys exklusiver Dinnerparty am 10.

Mai kosten. Das eingenommene Geld will er sich allerdings nicht in die eigene Tasche stecken, sondern damit den anstehenden Wahlkampf Barack Obamas unterstützen. Der Hollywoodstar und der US-Präsident scheinen auf einer Welle zu schwimmen, sie hatten sich vor wenigen Wochen im Weißen Haus getroffen und die Situation im Sudan diskutiert. Nicht zum ersten Mal hat Clooney da seine Prominenz eingesetzt, um politische Themen öffentlich zu machen. Seit Jahren hat der Frauenschwarm und «Sexiest Man Alive» (1997 und 2006) als Menschrechtsaktivist und Friedensbotschafter der Vereinten Nationen einen klingenden Namen.

Geboren am 6. Mai 1961 in Kentucky, nahm Clooney 1994 im weißen Kittel mit der überaus erfolgreichen Krankenhausserie «Emergency Room - Die Notaufnahme» in Hollywood die erste Hürde. Das charmant-freche Grinsen stand ihm aber auch als lässiger Edelganove Danny Ocean in der «Ocean's»-Trilogie gut zu Gesicht. Damit verführte er Catherine Zeta-Jones als Scheidungsanwalt in «Ein (un)möglicher Härtefall». Auch Vera Farmiga war seiner Ausstrahlung in «Up in the Air» schnell erlegen.

Einen Oscar als bester Nebendarsteller gewann Clooney als CIA-Agent mit Bart und Bauch: Für den Polit-Thriller «Syriana» (2006) legte er 15 Kilogramm zu, ließ sich einen Vollbart wachsen und den Haaransatz zurücksetzen.

In Quentin Tarantinos Kult-Horrorfilm «From Dusk Till Dawn» hatte Clooney 1995 als Räuber und Mörder auf der großen Leinwand seinen Einstand gegeben. Zwei Jahre später hob er als Bruce Wayne in «Batman & Robin» ab, doch für ihn war das eine Bruchlandung. Nie mehr einen Gummianzug mit falschen Brustwarzen tragen - das schwor sich Clooney nach Abschluss seines Batman-Films. «Den Film zu promoten war peinlich. Aber dann habe ich mir gesagt, ich habe jetzt genug Geld auf dem Konto, es gibt keinen Grund mehr, einen Film zu machen, den ich nicht wirklich machen will.»

Clooney suchte sich Top-Regisseure aus. «Out of Sight» (1998) war sein erster von insgesamt sechs Filmen mit Steven Soderbergh. Von Terrence Malick erhielt er in dem Kriegsdrama «Der schmale Grat» eine Nebenrolle. Die Coen-Brüder setzten ihn in der Südstaaten-Odyssee «O Brother, Where Art Thou?» (2000) als entflohenen Sträfling ein, Wolfgang Petersen vertraute ihm die Rolle des Schiffskapitäns der Andrea Gail in dem Katastrophenfilm «Der Sturm» an.

Danach nahm Clooney selbst das Regie-Ruder in die Hand. Mit seinem Debütfilm «Geständnisse - Confessions of a Dangerous Mind» (2002) , einer Mischung aus Spionage-Thriller und TV-Satire, gelang ihm tatsächlich «intelligente Unterhaltung».

Mit seinem zweiten Film «Good Night, and Good Luck» (2005) wurde er politisch. Der halbdokumentarische Schwarzweiß-Film schildert den Kampf eines legendären TV-Moderators gegen die Hatz auf Kommunisten im Amerika während der McCarthy-Ära. Auch im Kinodrama «The Ides of March - Tage des Verrats» (2011), in dem er eine der Hauptrollen spielte und Regie führte, packte er ein politisches Sujet an. Es geht um Intrigen und schmutzige Tricks hinter den Kulissen eines Wahlkampfes.

«Ich möchte Projekte machen, über die man debattieren kann», sagte Clooney in einem Interview. Es sei an der Zeit, dass die Unterhaltungsindustrie wieder Fragen stelle.

Mit seiner offenen Kritik am Irak-Krieg hatte sich Clooney damals längst als einer der ultra-liberalen Hollywood-Prominenten geoutet. «Ich werde das Wort "liberal" so laut und so oft wie möglich sagen», versicherte Clooney, der sich darüber empörte, dass «liberal» im konservativen Amerika zu einem Schimpfwort mutiert sei. Sein Vater Nick Clooney, ein Fernsehjournalist, habe ihn zum kritischen Denken erzogen.

Für sein «humanitäres und soziales Engagement» wurde Clooney 2010 mit einem Ehren-Emmy ausgezeichnet. Er packte tatkräftig mit an, Millionenspenden für die Opfer des Erdbebens auf Haiti zu sammeln. Er wirkte bei Hilfsaktionen nach der Tsunami-Katastrophe im Jahr 2004 und nach dem Hurrikan «Katrina» mit.

Der Schauspieler reiste auch wiederholt in die westsudanesische Krisenregion Darfur, um auf Menschenrechtsverletzungen aufmerksam zu machen. Dort richtete er im Januar mit der UN-Agentur UNOSAT eine Satellitenüberwachung ein, um mögliches Kampfgeschehen aufzuzeichnen. «Wir sind die Anti-Genozid-Paparazzi», erklärte Clooney dem Nachrichtenmagazin «Time». «Wir schenken ihnen die Aufmerksamkeit, mit der ich als Promi gewöhnlich leben muss.»

NAMEBERUFALTERGEBURTSDATUMGEBURTSORTGEBURTSLAND
HEGENBARTH, Wolkedeutsche Schauspielerin3206.05.1980MeerbuschDeutschland
BRÖNNER, Tilldeutscher Jazz-Trompeter4106.05.1971ViersenDeutschland
TURRELL, Jamesamerikanischer Künstler6906.05.1943Los AngelesUSA

news.de/dpa

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