Leute Die Promi-Geburtstage vom 11. April 2012: Joss Stone

Die Promi-Geburtstage vom 11. April 2012: Joss Stone (Foto)
Die Promi-Geburtstage vom 11. April 2012: Joss Stone Bild: dpa

Berlin - Nachdem ihr Stern 2009 mit ihrem vierten Studioalbum «Colour Me Free» zu sinken schien, landete Joss Stone vergangenes Jahr gleich zweimal in lichten Höhen der internationalen Charts: zum einen mit ihrem Soloalbum «LP1», zum anderen gemeinsam mit Mick Jagger und Damian Marley und «Superheavy».Die britische Sängerin und Grammy-Preisträgerin wird heute erst 25 Jahre alt und kann schon auf eine lange Karriere im Musikbusiness zurückblicken.

Geboren am 11. April 1987 in Dover, brachte mit 16 ihr erstes Album heraus: «The Soul Sessions».

Ihre Mutter und spätere Managerin war mit ihr zu einem Vorsingen nach New York geflogen. Dort spielte die in der britischen Grafschaft Devon aufgewachsene Joss brav Coverversionen von 60er- und 70er-Jahre-Hits bekannter Soulgrößen ein - etwas, was sie schon kannte, denn zwei Jahren zuvor hatte sie Donna Summers «On The Radio» in einem BBC-Talentwettbewerb zum Besten gegeben.

Die «Greatest Hits»von Aretha Franklin sollen das erste Album gewesen sein, das Joss sich als Jugendliche gekauft hat. Bald wurde sie - obwohl weiß - mit der legendären schwarzen Soul-Lady verglichen. Sie selbst hat es nicht seltsam gefunden, in der Black-Music-Sparte mitzumischen. Soul käme aus der Seele und hätte doch nichts mit Nationalität oder Hautfarbe zu tun. So sehen es die Hörer wohl auch: Mit ihren ersten beiden Alben waren Joss Stone zwei Bestseller gelungen, und Fans und Kritiker feierten sie. Ihre Platten verkauften sich millionenfach, sie wurde mit zwei Brit Awards sowie etlichen Platin- und Goldenen Schallplatten ausgezeichnet.

«Eine Stimme, die 20 Jahre älter ist als der Körper», schrieb der britische «Independent». Mit ihrem zweiten Album «Mind, Body & Soul» (2004), bei dem sie die meisten Songs mitgeschrieben hatte, enterte sie auf Anhieb Platz eins der britischen Charts - als bisher jüngste Interpretin.

Von zwei Hundemagazinen wurde die damals 18-Jährige Besitzerin eines Pudels namens Dusty Springfield zum vorbildlichsten Frauchen gekürt. Die Tierliebhaberin setzte sich außerdem nach dem Hurrikan Katrina für die vielen herrenlosen Vierbeiner in New Orleans ein. Außerdem unterstützte sie verschiedene Tierheime an der Golfküste.

Doch dann räumte Joss Stone auf: Kurz nachdem «Mind, Body & Soul» auf den Markt kam, trennte sie sich von ihrer bisherigen Managerin, ihrer Mutter. «Sie wollte, dass es der Künstlerin Joss Stone gut geht. Darüber hat sie aber ihre Tochter vergessen», so das harte Urteil der Soulsängerin bei «Spiegel Online».

«Mind, Body & Soul» war ihr peinlich. Das sei nicht sie gewesen. Auch dass Hits wie «You Had Me» im Radio rauf und runter gespielt wurden, passte ihr nicht. Gut zwei Jahre später brachte sie ihr ganz eigenes Ding heraus: «Introducing Joss Stone» (März 2007) sollte die wahre, gereifte Joss Stone zeigen, die sich die Haare zum Grauen ihrer Plattenfirma pink gefärbt hatte: «Das ist meine persönliche Rebellion», so Stone. Schließlich würde sie ja nicht mit den Haaren singen. Ihr Vater habe sie für verrückt erklärt: «Ich soll die Klappe halten und tun, was man von mir verlangt. Schließlich würde es um eine Menge Geld gehen.»

Pinkfarbene Haare, mit nacktem, bemaltem Körper auf dem Plattencover - so schockierte Joss Stone all diejenigen, die von ihr den biederen Mainstream erwarteten. Sie bekannte sich im Interview mit «Spiegel Online» zum Atheismus und zum Gras-Rauchen. Künstlerisch blieb sie sehr ambitioniert: Für «Introducing Joss Stone» holte sie sich namhafte Duettpartner an Bord: Lauryn Hill von den Fugees («Music») und den Rapper Common aus der Hip-Hop-Szene («Tell Me What We're Gonna Do Now»). Die Songs: soulig bis funkig. Gleichzeitig erlaubte sie sich Ausflüge in die Ethno-Ecke mit der Sängerin Angélique Kidjo («Gimme Shelter») und in die Dancehall-Abteilung, indem sie gemeinsam mit Santana an der Gitarre bei Sean Pauls «Cry Baby Cry» mitmachte.

Wirklich überrascht hat Joss ihre Fans dann mit «LP1». Produziert von Dave Stewart und aufgenommen in nur einer Woche in Nashville Tennessee, legte die Soulsängerin damit ein Country-Rock-Album vor, das auf ihrem kurz zuvor gegründeten eigenen Label erschien. «Als ich wieder zu Hause war und mir die Aufnahmen angehört habe, dachte ich, mein Gott, was habe ich getan?! Ich bin jetzt eine Countrysängerin! Inzwischen gefällt mir die Platte», erzählte die Britin 2011 im Interview mit dem Magazin der «Süddeutschen Zeitung».

NAMEBERUFALTERGEBURTSDATUMGEBURTSORTGEBURTSLAND
STAPPENBECK, Stefaniedeutsche Schauspielerin3811.04.1974PotsdamDDR
MIOSGA, Carendeutsche Journalistin und TV-Moderatorin4311.04.1969PeineDeutschland
STANSFIELD, Lisabritische Popsängerin4611.04.1966ManchesterGroßbritannien

news.de/dpa

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