Leute Die Promi-Geburtstage vom 17. November 2011: Sophie Marceau

«In meiner Welt fuhren Männer Trucks. Und Frauen wurden Kellnerinnen», erinnerte Sophie Marceau in einem Interview mit der «Süddeutschen Zeitung» an ihre von Armut geprägte Kindheit. Als sie dann als 13-Jährige «La Boum - Die Fete» (1980) drehte, lernte sie plötzlich eine andere Welt kennen.

Die Promi-Geburtstage vom 17. November 2011: Sophie Marceau (Foto)
Die Promi-Geburtstage vom 17. November 2011: Sophie Marceau Bild: dpa

Berlin (dpa) - «In meiner Welt fuhren Männer Trucks. Und Frauen wurden Kellnerinnen», erinnerte Sophie Marceau in einem Interview mit der «Süddeutschen Zeitung» an ihre von Armut geprägte Kindheit. Als sie dann als 13-Jährige «La Boum - Die Fete» (1980) drehte, lernte sie plötzlich eine andere Welt kennen.

Über Nacht wurde der Teenager berühmt - reich aber vorerst nicht. Um die 2000 Euro soll sie lediglich für ihr Debüt erhalten haben. Inzwischen haben sich die Zeiten aber geändert. Sophie Marceau gehört zu den bestverdienenden Schauspielerinnen in Frankreich - und berühmt ist sie immer noch. Heute feiert sie ihren 45. Geburtstag

Natürlich wird Sophie Marceau immer die kleine Vic aus «La Boum» bleiben, aber sie wurde auch D'Artagnans Tochter, Anna Karenina und sogar Bond-Girl. Sophie Marceau, zweifache Mutter und mit Schauspiel-Kollege Christopher Lambert liiert, hat eine tadellose Karriere hingelegt.

Nach dem Erfolg der Fortsetzung «La Boum 2» (1982), die ihr einen César als beste Nachwuchsschauspielerin einbrachte, begann das Mädchen aus Paris Schauspielunterricht zu nehmen, gleichzeitig setzte sie ihren Aufstieg unbekümmert fort: 1984 und 1985 spielte sie mit Gérard Depardieu in «Fort Saganne» und in «Police» (Der Bulle von Paris), sowie mit Jean-Paul Belmondo in «Joyeuses pâques» (Fröhliche Ostern).

Vor allem der polnische Regisseur Andrzej Zulawski, ihr langjähriger Lebensgefährte, brachte Marceaus erotische Qualitäten auf der Leinwand zum Leuchten - nicht zuletzt 1985 in dem Film «L'amour braque» (Liebe und Gewalt), der heftige Kontroversen ausgelöst hat. Von Zulawski sagte sie einmal, dass er ihren Sex entdeckt habe. Marceau zeigte sich fortan nie verlegen, auch ganz direkte Liebesszenen darzustellen. Das trug ihr zwar mitunter den Vorwurf der Pornografie ein, doch sie selbst stand immer zu ihren Rollen, sofern sich in ihnen reale Emotionen spiegelten.

Nach «Chouans!» (Revolution und Leidenschaft, 1987), «L'étudiante» (Die Studentin, 1988) und «Mes nuits sont plus belles que vos jours» (Meine Nächte sind schöner als eure Tage) kürte sie die Hamburger Zeitschrift «Cinema» 1989 zur «Schauspielerin des Jahres».

1990 stellte sich Marceau mit der Komödie «Pacific Palisades» erstmals in Hollywood vor. Weltruhm erlangte sie 1994, als sie an der Seite von Mel Gibson die Hauptrolle im schottischen Geschichtsepos «Braveheart» übernahm, das mit fünf Oscars ausgezeichnet wurde. Sie sei, so «Washington Post»-Autor William Drozdiak, «die Verkörperung der Marianne, dem französischen Symbol der Weiblichkeit».

Mit ihrer Rolle als Klosterschülerin in «D'Artagnans Tochter» (1994) nahm sie sich erstmals auch eines unterhaltsamen Mantel- und Degenfilms an. Anspruchsvoller war 1997 ihre Hauptrolle in der Tolstoj Verfilmung «Anna Karenina». Als Elektra in «James Bond - Die Welt ist nicht genug» meisterte sie 1999 die für einen 007-Film relativ differenzierte Frauenrolle souverän.

Mit «LOL - Laughing Out Loud» (2008) knüpfte Sophie Marceau noch einmal an ihre «La Boum»-Zeiten an. Nur spielte sie diesmal die Mutter, die bei ihrer Teenager-Tochter starke Nerven und viel Humor braucht.

NAMEBERUFALTERGEBURTSDATUMGEBURTSORTGEBURTSLAND
PAOLINI, Christopheramerikanischer Fantasy-Autor2817.11.1983Paradise ValleyUSA
KRAMER, Bettinadeutsche Schauspielerin4617.11.1965HamburgDeutschland
DEVITO, Dannyamerikanischer Schauspieler und Regisseur6717.11.1944NeptuneUSA

news.de/dpa

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