Leute Die Promi-Geburtstage vom 15. Mai 2011: Mike Oldfield

«Tubular Bells» lässt ihn nicht mehr los: 1973 erschien Mike Oldfields Meisterwerk, das im Laufe der Jahrzehnte zahlreiche Neuauflagen und Neudeutungen erfahren hat. Heute wird der Klangtüftler und «Wunderknabe», der bereits als 14-Jähriger mit seiner Schwester Sally ein Folkduo gründete, 58 Jahre alt.

Die Promi-Geburtstage vom 15. Mai 2011: Mike Oldfield (Foto)
Die Promi-Geburtstage vom 15. Mai 2011: Mike Oldfield Bild: dpa

Berlin (dpa) - «Tubular Bells» lässt ihn nicht mehr los: 1973 erschien Mike Oldfields Meisterwerk, das im Laufe der Jahrzehnte zahlreiche Neuauflagen und Neudeutungen erfahren hat. Heute wird der Klangtüftler und «Wunderknabe», der bereits als 14-Jähriger mit seiner Schwester Sally ein Folkduo gründete, 58 Jahre alt.

Nach «The Orchestral Tubular Bells» (1975), «Tubular Bells II» (1992), «Tubular Bells III» (1998) und «Tubular Bells 2003» hat sich der Brite zuletzt 2009 die Urfassung vorgenommen, sie technisch überarbeitet und ihr einen neuen Stereo-Mix verpasst.

Auch wenn Mike Oldfield später noch Hits wie «Moonlight Shadow» zustande brachte, «Tubular Bells» blieb sein unübertroffenes Meisterwerk, das auch heute nichts von seiner meditativen Schönheit und virtuosen Klangfülle verloren hat. Neun Monate tüftelte der scheue und introvertierte Oldfield mit 28 Klangkörpern an seinen Klanglandschaften herum, die Richard Bransons kleines Label Virgin groß machen sollten. Ein wichtiger Baustein zur sagenhaften Karriere des späteren Ballonfahrers, Fluglinienbesitzers, Abenteurers und Milliardärs Branson.

Solch ein Überflieger wurde Oldfield zwar nicht, denn seine späteren Tüfteleien hatten meist nicht mehr als bombastische Langweile zu bieten, aber mit «Tubular Bells» hat der früh Vollendete ein Instrumentalwerk von zeitloser Schönheit zwischen Pop und Klassik geschaffen, das voller Spannung und gewitzter Ideen steckt.

In jungen Jahren war Oldfield ein ziemlich unglücklicher Mensch gewesen. «Ich war verloren in dieser Existenz», sagte er im Interview mit «Stern.de». «Ich hatte viele Phobien, doch durch Psychotherapie konnte ich diesen Ängsten auf den Grund gehen und herausfinden, was sie wirklich sind.»

Die Probleme mit seinen Mitmenschen aber blieben, schwierig die Kommunikation: «Ich hasse Worte, das ist alles nur Blablabla», sagte er einmal der Illustrierten «Bunte». «Worte zu singen, das ist eine viel bessere Kommunikation.» Schwierig auch seine Beziehung zu Frauen. Er heiratete aus einer Laune heraus seine Therapeutin, hatte zahlreiche Affären, aber auch längere Beziehung wie zum Beispiel mit Anita Hegerland, die mit Roy Black als kleines Mädchen den Hit «Schön ist es, auf der Welt zu sein» sang. Inzwischen ist Oldfield Vater von sieben Kindern.

Glücklich aber scheint er nie richtig geworden zu sein: «Ich weiß nicht, ob ich jemals wirklich geliebt habe», bekannte er 1999 in der Londoner «Times». Auch wenn ihm diese Welt vielleicht nicht viel sagt, mit «Tubular Bells» hat sich Mike Oldfield aber einen einzigartigen Platz in ihr gesichert.

NAME

BERUF

ALTER

GEBURTSDATUM

GEBURTSORT

GEBURTSLAND

BEN

deutscher Popsänger und TV-Moderator

30

15.05.1981

Berlin

Deutschland

ENO, Brian

britischer Rockmusiker, Komponist und Musikproduzent

63

15.05.1948

Woodbridge

Großbritannien

LOPEZ, Trini

amerikanischer Musiker

74

15.05.1937

Dallas

USA

news.de/dpa

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