Hashtag "Die fortgespülte Menschlichkeit" Dieses Bild eines toten 3-jährigen Flüchtlingskinds erschüttert ganz Europa

Dieses Bild erschüttert europäische Öffentlichkeit bis ins Mark: Ein totes Kleinkind, angespült an einem türkischen Strand. Ertrunken auf der Flucht nach Europa. Die ertrunkenen Flüchtlinge blieben abstrakt, doch nun gibt es einen Namen, ein Gesicht: Das des dreijährigen Ailan.

Mehr als 2600 Menschen sind allein seit Januar bei Fluchtversuchen über das Mittelmeer ums Leben gekommen. Doch das namenlose Sterben an Europas Grenzen bleibt für viele Menschen abstrakt. Das Bild des kleinen Ailan jedoch löst europaweit Bestürzung aus. "Ein Foto, um die Welt zum Schweigen zu bringen", schreibt die italienische Zeitung "La Repubblica". Auf Twitter kommentieren tausende Menschen die Bilder des Kindes - unter dem Hashtag "Die fortgespülte Menschlichkeit". In Großbritannien lösen die Bilder eine Debatte über die vergleichsweise harte Haltung des Landes in der Flüchtlingskrise aus. Der Junge saß vermutlich in einem von zwei Flüchtlingsbooten, die auf dem Weg zu einer griechischen Ägäis-Insel gesunken sind. Seit Jahresbeginn haben bereits mehr als 350.000 Flüchtlinge den gefährlichen Weg über das Mittelmeer genommen - in der Hoffnung auf ein besseres Leben.

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