Rätsel um den Co-Piloten des Germanwings-Todesflugs

Nach den dramatischen neuen Erkenntnissen zum Absturz der Germanwings-Maschine in Südfrankreich herrscht Fassungslosigkeit. Offenbar steuerte der Co-Pilot das Flugzeug absichtlich gegen die Felsen.
Doch warum entschied sich der 28-jährige Andreas L. zu dieser Tat, bei der insgesamt 150 Menschen starben? Man stehe vor einem "riesigen Rätsel", sagt Carsten Spohr, Chef der Germanwings-Muttergesellschaft Lufthansa. O-Ton Carsten Spohr, Lufthansa-Chef:"Wir können heute, wenige Stunden nach der Erkenntnis, über Motive erst einmal nur spekulieren. Wir haben keinerlei Erkenntnisse, was den Co-Piloten zu dieser schrecklichen Handlung veranlasst haben könnte."Andreas L. stammt aus Montabaur in Rheinland-Pfalz. Auch beim dortigen Luftsportclub, in dem der Co-Pilot Mitglied war, herrscht Fassungslosigkeit. Klaus Radke, Vorsitzender des Luftsportclubs Westerwald:"Ein ganz normaler junger Mensch, mitten im Leben stehend und weder auffällig in die eine noch in die andere Richtung. Sehr kompetent auch, so habe ich ihn kennen gelernt."Seit 2013 war L. als Co-Pilot im Einsatz. In seiner Ausbildung gab es vor sechs Jahren eine längere Unterbrechung. Aus seinem Umfeld verlautete, er habe "Probleme" gehabt. Danach wurde seine Eignung aber noch einmal festgestellt.
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