Gedenken an Befreiung von Auschwitz

Gegen das Vergessen: Überlebende des NS-Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz legen vor der so genannten Todeswand im Stammlager Blumen nieder, wo im Zweiten Weltkrieg tausende Menschen erschossen wurden. Sie gedenken der Befreiung vor 70 Jahren durch sowjetische Soldaten.
In den Jahren 1940 bis 1945 wurden hier über eine Million Menschen ermordet, die meisten von ihnen Juden. Vielen Überlebenden fällt die Teilnahme an der Gedenkveranstaltung nicht leicht.O-Ton Roza Krzywolwocka-Laurow, Auschwitz-Überlebende:"Noch 50 Jahre nach der Befreiung wollte ich weder über Konzentrationslager sprechen geschweige denn an sie denken. Doch nach einem Treffen mit deutschen Jugendlichen, die sich sehr für unsere Geschichte interessierten, habe ich den Zweck meines Überlebens begriffen: Der Welt zu sagen, dass so etwas nie wieder passieren darf."O-Ton Eugeniusz Dabrowski, Auschwitz-Überlebender:"Wenn wir nach Auschwitz zurückkommen, dann, um junge Menschen zu warnen, damit sich das Trauma Krieg nicht wiederholt. Damit jeder Konflikt weltweit an einem runden Tisch ausgetragen wird, in einer friedlichen Weise."Am Nachmittag findet unter Leitung des polnischen Präsidenten Bronislaw Komorowski eine zentrale Gedenkfeier in dem ehemaligen Konzentrationslager statt. Dazu kommen zahlreiche internationale Staatsgäste, darunter Bundespräsident Joachim Gauck. In Berlin hatte Gauck am Morgen im Bundestag an die Pflicht eines jeden Bürgers in Deutschland erinnert, Auschwitz nicht zu vergessen:O-Ton Joachim Gauck, Bundespräsident:"Es gibt keine deutsche Identität ohne Auschwitz. Die Erinnerung an den Holocaust bleibt eine Sache aller Bürger, die in Deutschland leben."Russlands Präsident Wladimir Putin lehnte die Teilnahme an der Zeremonie in Auschwitz ab. Polen zählt im Ukraine-Konflikt zu den schärfsten Kritikern Putins.
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