Tablet statt Tafel iPad erobert Klassenzimmer

Die British School of Paris in einem Vorort der französischen Hauptstadt: Hier gehören Tafeln und Bücher fast schon in den Geschichtsunterricht. Jeder Schüler und jeder Lehrer hat einen eigenen Tablet-Computer - bereitgestellt von der Schule.Das ist teuer, dafür spart die Schule Papier, Bücher und Tinte. Bei den Schülern hält sich die Sehnsucht nach den alten Zeiten in Grenzen.O-Ton Schülerin:"Letztes Jahr haben manche oft ihre Hausaufgaben verschlampt, weil wir so viele Blätter hatten. Hier kannst du alles eintippen und speichern."O-Ton Schüler:"Im Unterricht dürfen wir nicht am Computer spielen, trotzdem macht es mehr Spaß."Schon vierjährige Vorschüler kriegen ihr iPad, ab sieben hat jeder die Arbeitsanweisungen auf den Computer - maßgeschneidert nach seinen Lernfortschritten. Selbst ein langweiliger Besuch in der Bibliothek verspricht mehr Vergnügen.O-Ton Steffen Sommer, Oberlehrer der British School of Paris:"Sie finden es viel leichter als wir, mit den neuen Technologien zu lernen. Wir Lehrer sind Meister unseres Faches, aber die Schüler sind Meister der Technik und darin geben Sie uns Unterricht."Im Regierungsbezirk Val-de-Marne im Osten von Paris haben alle 13.000 Sechstklässler einen Laptop bekommen. Für manche ist es der erste, andere sind von zuhause Besseres gewöhnt. Die Lehrer müssen sich nun mehr durch die Reihen bewegen. Wie in Deutschland ist der Trend unverkennbar: von einem Computer pro Klassenzimmer zu einem Computer auf jedem Pult.
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