Wissenschaft Einige Tablet-Computer können Risiko für kleine Patienten sein

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Einige Tablet-Computer können Risiko für kleine Patienten sein Bild: dpa

Charlottesville/New York - Neuere iPad-Computer von Apple können nach Erkenntnissen von US-Forschern durch ihre Magnete zur Gefahr für Kinder mit Wasserkopf werden.

Einer Studie von Neurologen der Universität Michigan in Ann Arbor zufolge können die Tablet-Computer die Einstellungen von magnetisch gesteuerten Absaugern der Hydrozephalus-Babys verändern, die überschüssige Flüssigkeit aus den Hirnhöhlen pumpen. Allerdings wies das Team den Einfluss auf die Pumpenventile nur bei unmittelbarer Nähe von unter fünf Zentimetern nach. Eine Rolle spielte auch, ob der Tablet-Computer abgedeckt war oder nicht, heißt es in der August-Ausgabe des Fachblattes «Journal of Neurosurgery: Pediatrics». Der Artikel wurde am Dienstag veröffentlicht.

Das für die Studie untersuchte iPad 2 sei keineswegs das einzige Gerät, dessen magnetisches Feld Ventileinstellungen vor- oder zurücksetzen könne, schreiben Jennifer Strahle und Kollegen. Der gleiche Effekt sei in der Nähe von Kernspintomographen, Fernsehgeräten und magnetischen Spielsachen festgestellt worden.

Im jüngsten Fall wurde das Team durch eine vier Monate alte Patientin aufmerksam. Ihre Mutter hatte eigenen Angaben zufolge an ihrem iPad 2 gearbeitet, während sie das Töchterchen auf dem Schoß hielt. Durch die Nähe des Tablet-Computers schaltete das Ventil der kleinen Hydrozephalus-Patientin auf eine höhere Gangart um. Im Gegensatz zum ersten iPad enthalten neuere Modelle Magnete für die Abdeckung des Bildschirms.

Das Team nahm hunderte Labormessungen vor und fand, dass ein iPad 2 ohne Abdeckung die verwendeten Shuntventile in 67 Prozent der Fälle verändert, wenn es ihnen bis zu einem Zentimeter (cm) nahe kommt. Wenn das iPad 2 mit einem Smart Cover bedeckt war, sank die Gefahr für Veränderungen an dem Ventil bei 1 cm Abstand auf 58 Prozent, bei bis zu 2,5 cm Abstand auf 5 Prozent. Bei einer Distanz von fünf Zentimetern sei der Effekt zwar nicht mehr nachweisbar, schreibt das Team, sollte aber dennoch beachtet werden.

news.de/dpa

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