Muttertag Muttertag: Brauch und Geschichte

Berlin - In vielen Ländern ist der zweite Sonntag im Mai «Muttertag». Es gibt jedoch auch andere Daten, die den Müttern gewidmet sind, in Frankreich etwa ist es der letzte Mai-Sonntag - es sei denn, er fällt auf Pfingsten, dann wird «La Fête des Mères» eine Woche später begangen.

Muttertag: Brauch und Geschichte (Foto)
Muttertag: Brauch und Geschichte Bild: dpa

In anderen Staaten ist auch der Internationale Frauentag (8. März) gleichzeitig Muttertag.

Der Muttertagsbrauch in Deutschland geht auf eine Initiative der amerikanischen Frauenrechtlerin Anna Jarvis zurück. Um ihre 1905 gestorbene Mutter zu ehren und auf Probleme von Frauen aufmerksam zu machen, forderte sie einen Festtag für alle Mütter. 1914 erklärte US-Präsident Woodrow Wilson den zweiten Mai-Sonntag zum landesweiten Muttertag. Floristik-Organisationen brachten den Tag nach Europa. In Deutschland wurde die Idee 1923 aufgegriffen.

Der Muttertag ist also keine Erfindung der Nationalsozialisten. Die Nazis nutzten den Tag jedoch für ihre Mutter-Propaganda.

Heute sehen viele Menschen die Wandlung zum reinen Geschenktag kritisch. Psychologen glauben, dass viele Männer am Muttertag auch ein wenig ihr schlechtes Gewissen beruhigen wollen - weil die Frau nach wie vor mehr bei der Hausarbeit und Kindererziehung macht.

Anna Jarvis Museum, Grafton/USA

deutsche Blumenversender zum Muttertag

news.de/dpa

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