Unfälle Aufräumarbeiten nach tödlichem Zugunglück

Aufräumarbeiten nach tödlichem Zugunglück (Foto)
Aufräumarbeiten nach tödlichem Zugunglück Bild: dpa

Nach dem schweren Zugunglück auf der Strecke von Sylt nach Husum mit einem Toten und drei Verletzten haben am Samstagvormittag die Bergungsarbeiten begonnen.

Bargum (dpa) - Nach dem schweren Zugunglück auf der Strecke von Sylt nach Husum mit einem Toten und drei Verletzten haben am Samstagvormittag die Bergungsarbeiten begonnen.

Das Technische Hilfswerk (THW) sei im Auftrag der Deutschen Bahn mit zwanzig Mann vor Ort, sagte Hanspeter Schwartz, Sprecher der Flensburger Bundespolizeiinspektion. Derzeit werde der Untergrund eines Feldweges gesichert. Dann sollen zwei 100-Tonnen-Kräne und ein Tieflader aufgebaut werden. Anschließend werde der Reisezugwagen vom Zug getrennt und auf den Tieflader geladen.

Zu Spekulationen, es könnten noch weitere Tote unter den Trümmern sein, äußerte sich Schwartz zurückhaltend. «Ich hoffe, dass unter dem Steuerwagen keine weiteren Toten sind, aber ich kann es nicht ausschließen.» Die Aufräumarbeiten sollten noch den gesamten Tag dauern.

Auf der zweigleisigen Strecke bei Bargum war am Vormittag zunächst ein Gleis freigegeben. Die Züge der Nord-Ostsee-Bahn (NOB) fuhren im Schritttempo an der Unglücksstelle vorbei. Sobald die Kräne zum Einsatz kämen, werde aber wieder gesperrt, sagte Schwartz.

Bei dem Unglück war am Freitag ein 38 Jahre alter Fahrgast ums Leben gekommen. Der Zug der NOB war in eine Rinderherde gefahren. Drei weitere Fahrgäste seien mit leichten Verletzungen ins Krankenhaus gekommen. Alles drei konnten nach Angaben von Schwartz die Klinik inzwischen wieder verlassen.

Die NOB zeigte sich tief betroffen. «Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der NOB sind erschüttert über diesen Unfall und möchten den Angehörigen des Opfers ihr tief empfundenes Beileid bekunden», schrieb Martina Sandow, Geschäftsführerin der NOB in einer Mitteilung. Sie wolle so schnell wie möglich mit den Angehörigen des Todesopfers und den Verletzten Kontakt aufnehmen und die Hilfe der NOB anbieten.

news.de/dpa

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