Geologie Nasa fotografiert Geburt neuer Insel im Roten Meer

Nasa fotografiert Geburt neuer Insel im Roten Meer (Foto)
Nasa fotografiert Geburt neuer Insel im Roten Meer Bild: dpa

Geburt einer Insel: Erst schossen Lavafontänen vom Grund des Roten Meeres, dann entdeckten Satelliten der US-Weltraumbehörde Nasa ein neu entstandenes Eiland von schätzungsweise 600 Metern Länge.

Washington (dpa) - Geburt einer Insel: Erst schossen Lavafontänen vom Grund des Roten Meeres, dann entdeckten Satelliten der US-Weltraumbehörde Nasa ein neu entstandenes Eiland von schätzungsweise 600 Metern Länge.

Fischer hätten im Zubair-Archipel vor der Küste des Jemen beobachtet, wie am 19. Dezember Lava 30 Meter in den Himmel geschleudert worden sei, teilte die Nasa mit. Vier Tage später schoss der Nasa-Erdbeobachtungssatellit EO-1 ein Bild, das deutlich eine neue Insel zeigt, die auf einer Aufnahme vom Oktober 2007 noch nicht zu sehen ist. Über dem Eiland steht weißer Rauch - laut Nasa vermutlich ein Gemisch aus vulkanischer Asche und Wasserdampf.

Zuvor hatten drei andere Nasa-Satelliten den Rauch entdeckt und aus dem All erhöhte Werte von Schwefeldioxid ausgemacht, was alles auf eine Untersee-Eruption hindeutete. Die Zubair-Inselgruppe verläuft den Angaben zufolge vor der Westküste des Jemen von Nordwesten nach Südosten und ist aus vulkanischer Aktivität entstanden. In dieser Region driften die afrikanische und arabische Erdplatten auseinander.

Weltweit entstünden alle paar Jahre durch Vulkanausbrüche neue Inseln, sagte der Vulkanologe Rick Wunderman dem US-Sender CNN. Manche würden nicht älter als drei Jahre, weil Wellen sie wieder zerstörten. Das geologische Material des Roten Meeres sei aber stabiler als in anderen Weltregionen. «Es ist nicht so gashaltig und kann Wellen und Stürmen besser widerstehen», erklärte er. Als Ausflugort tauge die neue Insel aber wohl kaum. «Süßwasser oder einen sicheren Unterschlupf - all das dürfte es dort wohl kaum geben.» Der südliche Teil des Roten Meeres habe in jüngster Zeit viel geologische Aktivität erlebt, mit etwa zehn Eruptionen in den vergangenen fünf Jahren.

Bilder und Mitteilung der Nasa

Bericht bei CNN

news.de/dpa

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