Kriminalität Entführer lässt Vierjährige nach Zahlung frei

Entführer lässt Vierjährige nach Zahlung frei (Foto)
Entführer lässt Vierjährige nach Zahlung frei Bild: dpa

Potsdam (dpa) - Der mutmaßliche Entführer eines kleinen Mädchens aus dem brandenburgischen Kleinmachnow ist ein 44 Jahre alter Mann aus Berlin. Er ist Vater dreier Kinder und geschieden. Das teilte Brandenburgs Justizminister Volkmar Schöneburg (Linke) am Freitag in Potsdam vor Journalisten mit.

Potsdam (dpa) - Der mutmaßliche Entführer eines kleinen Mädchens aus dem brandenburgischen Kleinmachnow ist ein 44 Jahre alter Mann aus Berlin. Er ist Vater dreier Kinder und geschieden. Das teilte Brandenburgs Justizminister Volkmar Schöneburg (Linke) am Freitag in Potsdam vor Journalisten mit.

Die Staatsanwaltschaft wirft ihm erpresserischen Menschenraub vor. Der 44-Jährige war am Donnerstagabend in Kleinmachnow nahe Berlin festgenommen worden. Wenige Minuten zuvor hatte er das von ihm gekidnappte Mädchen nach etwa 13 Stunden Geiselhaft freigelassen.

«Nach allem, was wir wissen, hat es die Entführung unbeschadet überstanden,», sagte Polizeipräsident Rainer Kann. Als Motiv für die Entführung nannte Schöneburg Geldsorgen des Tatverdächtigen. Dieser hatte das Kind am Donnerstagmorgen vor dessen Elternhaus entführt. Dabei bedrohte er laut Polizei die 41 Jahre alte Mutter mit einer Waffe. Bevor er mit dem Mädchen in einem roten Kleinwagen flüchtete, drückte er der Frau einen Zettel mit Forderungen in die Hand. Am Abend kam es in Fürstenwalde/Spree zur Übergabe von Lösegeld. Etwa eine halbe Stunde später ließ der Mann sein Opfer frei.

Der brandenburgische Innenminister Dietmar Woidke (SPD) nannte die Tat ein niederträchtiges und abstoßendes Verbrechen. Polizeipräsident Kann lobte die Zusammenarbeit mit der Justiz und der Presse, die im Interesse der Fahndung Stillschweigen bewahrte. Eine Zeugin und die Mutter hätten gleich nach der Tat wichtige Hinweise zu dem Fluchtfahrzeug gegeben, die letztlich auch für den Erfolg der polizeilichen Arbeit mitentscheidend gewesen seien.

news.de/dpa

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