02.10.2019, 20.38 Uhr

"Die Höhle der Löwen" bei VOX: Frank Thelen außer sich! DHDL-Gründer lösen Sexismus-Eklat aus

Die aktuelle Folge der Vox-Gründershow "Die Höhle der Löwen" überraschte wieder einmal. Ein Gründer-Team sorgte mit seinem Produkt für einen Sexismus-Eklat. Und auch Wiederkehrer Marvin musste sich der Kritik der Löwen aussetzen. Konnte er dieses Mal einen Deal eintüten?

Konnte Marvin Kruse die Löwen mit seinem Start-up "Brad Brat" überzeugen? Bild: TVNOW / Bernd-Michael Maurer/spot on news

"Hello again" - Man sieht sich immer zweimal im Leben. Oder auch dreimal, wie im Fall von Gründer Marvin. Er versucht es schon wieder, aber wird er dieses Mal ein Investment bekommen? Der erneute Start wird für ihn schwieriger als gedacht.

Gründer Marvin: Mit "Brad Brat" auf dem Weg zur Weltherrschaft

Sein erster Versuch in der "Höhle der Löwen" war ein Onlineshop, in dem es alles für null Euro geben sollte, beim zweiten Pitch wollte der Gründer mit Bratwurst, die so dick ist, dass man sie in Scheiben schneidet, bevor sie auf den Grill kommt, eine Bratwurstrevolution einläuten. Damals gab es keinen Deal, doch Marvin entwickelte sein Start-up "Brad Brat" weiter und betreibt mittlerweile eigene Geschäfte. Sein Ziel nun: die Weltherrschaft. Mit einem Investment von 200.000 Euro möchte er ins Franchise-System einsteigen. In der "Höhle der Löwen"-Folge am Dienstag bietet er dafür zehn Prozent seiner Firmenanteile.

"Ziemlich günstig für einen Universalanspruch", findet Georg Kofler (62), ist aber raus, weil ihm der Auftritt zu sehr "Entertainment" ist. "Nee, so funktioniert's nicht", knurrt der Löwe. Carsten Maschmeyer (60) hat einen ähnlichen Eindruck: "Mir reicht es, für mich sind Sie auf dem Weg, der Clown in der 'Höhle der Löwen' zu werden, ich bin raus." Dagmar Wöhrl (65) schmeckt die Wurst, aber sie schreckt das Franchise-System ab und daher beißt auch sie nicht an. Das Kämpferische kommt bei Ralf Dümmel (52) zwar gut an. Aber auch er hat keine Lust auf Franchise und winkt ab.

Zum ersten Mal erlebt Neu-Löwe Nils Glagau (42) den Wiederholungsgründer. "Ich glaube an dich, aber ich glaube nicht an das Produkt, viel Glück, ich bin raus." Zum dritten Mal dabei, zum dritten Mal kein Deal. Der Gründer geht mit einem Versprechen: "Ich werde nicht mehr wiederkommen, denn das Ding, das fliegt, die Löwen waren nicht mutig genug, aber voll ok."

DHDL-Investor saugt "Staubsaug-Polster"-Deal an

Die Idee für das nächste Start-up entstand beim Staubsaugen. Gründerin Jill ärgerte sich über dabei entstehende Schrammen an Möbeln und entwickelte selbstklebende Stoßschutzpolster, die die Einrichtung schützen sollen. Um mit ihrer Erfindung den Markt zu erobern, benötigt die Luxemburgerin 85.000 Euro. 15 Prozent der Firmenanteile würde sie abgeben. Dagmar Wöhrl fehlt die Begeisterung, würde es nicht kaufen und ist raus. Georg Kofler sieht zu wenig Innovation und ist auch raus. Als Kind hat Carsten Maschmeyer öfter Staub gesaugt, dabei aber keine Möbel beschädigt, ist also ebenfalls nicht interessiert. Nils Glagau saugt auch lieber weiter auf traditionelle Art, nachdem er die "Höhle der Löwen" durchgesaugt hat. Nur Ralf Dümmel nimmt die Fährte auf. "Ich würde es mit ihnen versuchen." Er bietet 85.000 für 30 Prozent, unverhandelbar - und bekommt den Deal.

AER-Gründer heben mit Löwe Nils Glagau ab

Vom Boden in die Luft: Arne, Levin und Hedda wollen Luftaufnahmen günstiger und einfacher machen. AER heißt ihr Start-up, ihre Erfindung ist eine Art Wurfpfeil, in den man eine Kamera legt. Mithilfe der Löwen soll AER die Marke für innovatives Kamerazubehör werden. 150.000 wollen die Gründer für zehn Prozent. Georg Kofler zieht gleich die Reißleine. "Ich finde euren Auftritt sympathisch, erfrischend, doch das Produkt ist etwas für Freaks, ich sehe Schwierigkeiten, eine Marke aufzubauen und bin raus." Dass die Studenten aus Kostengründen noch kein Patent auf ihre Erfindung haben, schreckt Carsten Maschmeyer ab. Frank Thelen (43) ist die Erfindung nicht technisch genug. Bleibt am Ende noch Nils Glagau. Und der beißt an. "Ich finde euch super, finde die Idee super, hätte große Lust, das mit euch zu machen, für 150.000 für 15 Prozent." Deal!

Camping-Toilette "Camping Butler" frauenfeindlich

Campen ist ein großer Spaß für Frischluft-Freunde. Weniger spaßig ist für die meisten das Leeren der Camper-Toilette, die irgendwann mal sauber gemacht werden muss. Simon und Ralf haben sich dieses Problems angenommen und den "Camping Butler", einen Vollautomaten entwickelt, der die Reinigung von Camping-Toiletten-Kassetten übernimmt. Beim Austausch der Kassetten soll man so keinen unangenehmen Gerüchen mehr ausgesetzt sein. Für 200.000 Euro sind die Löwen dabei. zehn Prozent bieten sie. "Mit uns machen Sie das große Geschäft", locken die Gründer.

Doch die beiden Gründer fielen mit ihrem Produkt gleich zweimal durch. Einmal mit dem Produkt und dann mit ihrem Design. Das löste heftige Kritik aus, denn die Löwen fanden die Gestaltung frauenfeindlich. Die Wohnmobil-Toilette finden die meisten Löwen nicht allzu spannend."Euer Design mit einer attraktiven blonden Frau in einem attraktiven, engen, schwarzen Kleid - das ist 80er", moniert Frank Thelen und rät, das Motiv auf dem "Camping Butler" zu ändern. "Jungs, wir leben in 2019! Wir Frauen sind nicht nur für das Badezimmer oder die Küche verantwortlich", pflichtet ihm Judith Williams bei.

Dagmar Wöhrl ist kein Campingfan. "Man sollte mit Herzblut dabei sein, daher bin ich raus." Frank Thelen findet das Thema auch nicht sonderlich spannend und beißt nicht an. Carsten Maschmeyer fragt nach dem Businessplan. Genaue Zahlen haben die Gründer allerdings noch nicht. Maschmeyer steigt daher aus. "Die Idee finde ich toll, aber ich bin raus." Die Schwäche bei den Zahlen schreckt auch Judith Williams ab. Ohne Deal müssen die beiden Gründer gehen. Trotzdem hat das Produkt "Vox" inspiriert einen gelungenen Witz über das Produkt zu machen - das findet zumindest ein Twitter-Nutzer.

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"GoBunion": Ralf Dümmel und die geheimnisvolle Welt der Damenschuhe

Apropos gehen: Nach einem Tag in hohen Schuhen können die Füße am Abend wehtun. Im schlimmsten Fall könnten ungesunde Schuhe sogar zu einer Verkrümmung des großen Zehs führen. Gründerin Sarita hat eine Tendenz zu dieser Zehenverkrümmung und daher "GoBunion" entwickelt. Optisch ganz normale Strümpfe, aber im Inneren befindet sich ein Softgel-Zehentrenner, um den Schmerz zu lindern und die Krümmung zu entlasten. 150.000 Euro bräuchte die Gründerin und bietet dafür 15 Prozent. Neun von zehn Frauen hätten das Problem, klärt die Gründerin auf. Zehn Millionen allein in Deutschland.

Carsten Maschmeyer steigt gleich aus. Der Vertrieb sei noch am Anfang, das Produkt zu teuer. Der Medizinbereich ist nicht die Welt von Dagmar Wöhrl. Nils Glagau kann sich nicht in die Welt der Frauenschuhe hineinversetzen. Georg Kofler ist vermutlich auch nicht in der Welt der High Heels unterwegs, will aber trotzdem investieren. "Ich würde meine Chips auf Sie setzen, gehe auf Verdacht mit und biete 150.000 für 49 Prozent." Auch Ralf Dümmel wittert Potenzial. "Ich würde es mit Ihnen groß machen wollen, mache das gleiche Angebot: 150.000 für 49 Prozent." Und den Deal bekommt: Ralf Dümmel. "Er war mein absoluter Favorit", freut sich die Gründerin unendlich. Das freut auch Ralf Dümmel, denn der Löwe kann schlecht verlieren, wie seine Kollegen in einem Interview verrieten.

Hier geht's zum Post des DHDL-Fans.

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