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18.01.2019, 11.30 Uhr

Anna Schudt: "Tatort: Zorn": So wird der neue Dortmund-Krimi

Neuer Fall für die Kommissare Faber und Bönisch aus Dortmund. Im "Tatort: Zorn" müssen sie einen Mord im Umfeld des Bergarbeiter-Milieus aufklären. Doch was genau haben Reichsbürger und der Staatsschutz mit der Sache zu tun?

Kommissar Faber (Jörg Hartmann) und Rechtsmedizinerin Leitner (Sybille J. Schedwill, l.) begutachten den Tatort Bild: WDR/Thomas Kost/spot on news

Am Sonntag gibt es beim "Tatort: Zorn" (20. Januar ab 20:15 Uhr, Das Erste) aus Dortmund nur wenig zu lachen. Faber (Jörg Hartmann) und Bönisch (Anna Schudt) müssen zunächst einen Mord aufklären, der vermeintlich im kaputten Bergbau-Milieu beheimatet ist. Doch im Zuge der Ermittlungen tauchen immer mehr Probleme und Ungereimtheiten auf. Außerdem müssen sie die mittlerweile zum offenen Kampf ausgearteten Missstände zwischen ihren Mitarbeitern Nora Dalay (Aylin Tezel) und Jan Pawlak (Rick Oron) moderieren.

Hier gibt es die besten "Tatort"-Folgen aus Dortmund

Darum geht's

Der ehemalige Bergmann Andreas Sobitsch (Daniel Fritz, 34) wird erschossen am Flussufer aufgefunden, unweit von Dortmund. Sein Zuhause war eine alte Zechensiedlung. Die Kommissare Peter Faber, Martina Bönisch, Nora Dalay und Jan Pawlak befragen Freunde und Ex-Kollegen des Mordopfers. Sobitsch hatte sich bis zuletzt für die Interessen der Bergleute eingesetzt.

Aber in der einst eingeschworenen Gemeinschaft herrscht Streit: Auf dem Gelände ihrer Zeche öffnet bald ein Freizeitpark. Doch neue, adäquate Jobs in der Region zu finden, ist schwierig. Viele fühlen sich als Verlierer des Strukturwandels im Ruhrgebiet. Bei den Ermittlungen tauchen neue Hinweise auf: Gibt es Verbindungen zu extremistischen Kreisen?

Lohnt sich das Einschalten?

Dieser "Tatort" macht keinen Spaß. Sehenswert ist er aber trotzdem. In "Zorn" tauchen die Macher tief hinein in die gekränkte Seele des niedergegangenen Kohlenpotts. Mit trauriger Musik garniert werden dem Zuschauer die Abgründe der vor dem Nichts stehenden Kumpel gezeigt. Arbeitslos und mit baufälligen Häusern, dank des Bergbaus stehen sie vor den Trümmern ihrer Existenz. In diesem Geflecht ermitteln Faber und Bönisch mit ihren gewohnten Stärken.

Ob die Verquickung des Staatsschutzes und der Reichsbürgerschaft, die die zweite Hälfte des Krimis dominiert, jetzt unbedingt noch hätte eingewoben werden müssen, ist sicher Geschmackssache. Einen soliden Film haben die Verantwortlichen jedoch auf alle Fälle abgeliefert und das liegt nicht nur am wieder einmal starken Ermittlerduo.

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