07.01.2019, 08.34 Uhr

Golden Globes Gewinner 2019: Deutsche gehen leer aus! SIE waren die Abräumer des Abends

Bei den Golden Globes 2019 gab es viele Gewinner und zwei große Verlierer. "Bohemian Rhapsody" und Glenn Close sorgten für Überraschungen.

Brian May (l) und Roger Taylor (r) von der Band Queen freuen sich mit Rami Malek, der für "Bohemian Rhapsody" als bester Schauspieler ausgezeichnet wurde. Bild: dpa

Der Golden Globe für das beste Drama geht in diesem Jahr an den Film "Bohemian Rhapsody" über Queen-Frontmann Freddie Mercury. Das gab der Verband der Auslandspresse in der Nacht zum Montag in Beverly Hills bekannt. Insgesamt gewann das Werk von Bryan Singer zwei Trophäen: Hauptdarsteller Rami Malek (37) holte auch die begehrte Auszeichnung als bester Schauspieler in einem Filmdrama. In der Kategorie Beste Komödie/Musical gewann Peter Farrellys "Green Book"über Rassismus in den USA in den 1960er Jahren den Hauptpreis. Die deutschen Nominierten gingen dagegen leer aus.

"Green Book" und "Bohemian Rhapsody": Biografien räumen bei Globes ab

Bei der Verleihung gab es noch weitere Preise für "Green Book": Als bester Nebendarsteller gewann Mahershala Ali seine erste Golden-Globe-Trophäe. In der Filmbiografie spielt er einen schwarzen Jazz-Pianisten, der in den 1960er Jahren mit seinem weißen Chauffeur (gespielt von Viggo Mortensen) durch die US-Südstaaten reist. Auch die Auszeichnung für das beste Drehbuch ging an "Green Book".

Die 71-jährige Hollywoodlegende Glenn Close freute sich über die Auszeichnung als beste Schauspielerin in einem Drama. Sie holte ihren dritten Golden Globe für ihren Part in "The Wife". Ihre britische Kollegin Olivia Colman nahm eine Auszeichnung als beste Hauptdarstellerin in der Sparte Komödie/Musical mit nach Hause. Sie spielt in der Tragikomödie "The Favourite - Intrigen und Irrsinn" von Yorgos Lanthimos die britische Queen Anne im frühen 18. Jahrhundert.

Christian Bale gewinnt Golden Globe für "Vice"

Auch bei den Männern gewann ein Brite: Christian Bale wurde für seine Rolle als ehemaliger US-Vizepräsident Dick Cheney in der Politsatire "Vice" mit dem Globe als bester Hauptdarsteller in einer Komödie geehrt.

Die amerikanische Sängerin und Schauspielerin Lady Gaga (32) wiederum konnte über einen Golden Globe für den besten Filmsong jubeln. Der Verband der Auslandspresse würdigte das Lied "Shallow" aus dem Musikdrama "A Star Is Born". Lady Gaga teilt sich den Preis mit Mark Ronson, Anthony Rossomando und Andrew Wyatt. Als bester Regisseur gewann der Mexikaner Alfonso Cuarón für das Schwarz-Weiß-Drama "Roma". Er holte mit dem Werk über das Leben von Haushälterinnen im Mexiko der 70er Jahre auch den Preis in der Sparte "bester nicht-englischsprachiger Film".

Lady Gaga zeigt ihre Auszeichnung für den besten Originalsong für "Shallow" aus dem Film "A Star is Born". Bild: dpa/Jordan Strauss

"Werk ohne Autor" und Daniel Brühl gehen leer aus

Damit setzte er sich unter anderem gegen den deutschen Beitrag "Werk ohne Autor" von Florian Henckel von Donnersmarck durch. Auch Daniel Brühl ging leer aus. Der 40-Jährige war für seine Rolle in der Krimiserie "The Alienist" im Rennen gewesen. Den Preis in der Kategorie als bester Hauptdarsteller in einer Mini-Serie holte aber Darren Criss für "The Assassination of Gianni Versace". Im vergangenen Januar hatte das deutsche NSU-Drama "Aus dem Nichts" von Fatih Akin den Golden Globe als bester Auslandsfilm gewonnen.

Die seit 1944 vergebenen Golden Globe Awards sind die wichtigsten Filmpreise nach den Oscars. Über die Gewinner entscheidet eine Gruppe von knapp 100 internationalen Journalisten, die seit langem in Hollywood arbeiten.

Die Gewinner der 76. Golden Globes-Verleihung im Überblick

Hollywoods Auslandspresse hat am Sonntagabend (Ortszeit) zum 76. Mal die Golden Globes verliehen. Die Preise für Film und Fernsehen wurden in Beverly Hills überreicht. Die Gewinner in den wichtigsten Filmsparten:

  • Bestes Filmdrama - "Bohemian Rhapsody"
  • Beste Komödie/Musical - "Green Book"
  • Bester Schauspieler in einem Filmdrama - Rami Malek ("Bohemian Rhapsody")
  • Beste Schauspielerin in einem Filmdrama - Glenn Close ("The Wife")
  • Bester Schauspieler in einer Komödie/Musical - Christian Bale ("Vice")
  • Beste Schauspielerin in einer Komödie/Musical - Olivia Colman ("The Favourite - Intrigen und Irrsinn")
  • Bester Nebendarsteller - Mahershala Ali ("Green Book")
  • Beste Nebendarstellerin - Regina King ("If Beale Street Could Talk")
  • Beste Regie - Alfonso Cuarón ("Roma")
  • Bester nicht-englischsprachiger Film - "Roma"(Mexiko)
  • Bester Filmsong - Shallow aus "A Star Is Born" (Lady Gaga, Mark Ronson, Anthony Rossomando, Andrew Wyatt)

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kad/news.de/spot on news/dpa

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