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Illegale Autorennen: "Polizeiruf 110: Crash": Das droht bei illegalen Autorennen wirklich

Im "Polizeiruf 110: Crash" geht es um illegale Autorennen. Unter anderem kommen die laxen Urteile zur Sprache. So ist der aktuelle Stand.

"Polizeiruf 110: Crash" (Ausstrahlung: 23.9., 20:15 Uhr, Das Erste): Gerdy (Axel Zerbe) rastet bei einem nächtlichen Treffen der Autorenn-Gruppe "Le Magdeburg" aus Bild: MDR/filmpool fiction//Stefan Erhard/spot on news

Im "Polizeiruf 110: Crash" (Ausstrahlung: 23.9., 20:15 Uhr, Das Erste) kommt ein unbeteiligtes Mädchen am Rande eines illegalen Autorennens im nächtlichen Magdeburg ums Leben. Im Krimi wird immer wieder auf die laxen Urteile in solchen Fällen verwiesen. Doch wie ist der aktuelle Stand eigentlich wirklich, was blüht den kriminellen Adrenalin-Junkies?

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Was ist ein illegales Autorennen?

Illegale Autorennen können laut dem "Allgemeinen Deutschen Automobil-Club e.V." verschiedene Formen haben: "Unerlaubtes gegeneinander Fahren auf einer längeren Strecke", "Beschleunigungsrennen von Ampel zu Ampel" oder "Rennen alleine gegen die Uhr", werden hier genannt.

Welche Strafen drohen?

Nach einem Beschluss des Bundestages gelten solche Rennen seit 2017 als Straftat und nicht mehr nur als Ordnungswidrigkeit. Wer verurteilt wird, dem wird "in der Regel die Fahrerlaubnis entzogen", wie es beim "ADAC" weiter heißt. Das Tatfahrzeug könne demnach ebenfalls eingezogen werden.

Zudem drohe eine "Freiheitsstrafe von bis zu zwei Jahren oder eine Geldstrafe", wenn jemand ein illegales Autorennen ausrichte oder durchführe, daran teilnehme oder mit nicht angepasster Geschwindigkeit grob verkehrswidrig und rücksichtslos fahre, um eine möglichst hohe Geschwindigkeit zu erreichen.

Doch es drohen noch weitaus höhere Freiheitsstrafen. Wird bei einem illegalen Autorennen wie im "Polizeiruf 110: Crash" gar ein Mensch getötet oder schwer verletzt, beträgt die Freiheitsstrafe inzwischen "bis zu zehn Jahre".

Aktueller Fall

Das Berliner Landgericht sah es im Februar 2017 noch strenger. Zwei Raser wurden wegen "gemeinschaftlichen Mordes" verurteilt, nachdem ein unbeteiligter Mann bei ihrem Rennen auf dem Berliner Kurfürstendamm ums Leben kam. Der Bundesgerichtshof (BGH) hob das Urteil später allerdings wieder auf und ordnete eine neue Beweisaufnahme und rechtliche Bewertung an. Ein endgültiges Urteil ist noch nicht gesprochen.

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