Thomas Hermanns: "Let's Dance": Wirklich "magisch" waren diese Tänze nicht immer

Sechs Paare traten am Freitag an, um bei "Let's Dance" ihre persönlichen "Magic Moments" vorzutanzen. Das war aber leider nicht immer bezaubernd.

Thomas Hermanns trat mit Profitänzerin Regina Luca am Freitag zum letzten Mal bei "Let's Dance" auf Bild: MG RTL D / Stefan Gregorowius/spot on news

Pure Fernsehmagie wollten die "Let's Dance"-Macher am Freitagabend dem Fernsehpublikum präsentieren, doch nicht jeder der noch übrigen sechs Promitänzer konnte mit seiner Vorstellung die Zuschauer auch verzaubern. Vor allem Thomas Hermanns (55) schien Probleme damit zu haben, genügend Anrufer für sich zu gewinnen. Der Promitänzer bekam im Voting nicht genügend Stimmen.

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Kein Hexenwerk

Als erster Kandidat durfte Hermanns seinen "Magic Moment" präsentieren. Für ihn war dies der Augenblick, in dem er in seiner Jugend seinen ersten Tanz mit einem anderen schwulen Jungen hatte. Mit dem passenden Freestyle zu "Love Is In The Air" präsentierte der Moderator für Juror Joachim Llambi (53) zwar eine gute Show, in Sachen Tanz müsse Hermanns sich aber wieder steigern. Mitjurorin Motsi Mabuse befand den Auftritt durchaus für einen "Magic Moment", am Ende reichte es aber nur für 21 von 30 möglichen Punkten. Dafür gab es eine besondere Überraschung, denn während seines Auftritts wirbelte Hermanns nicht nur seine Tanzpartnerin Regina Luca (29) durch den Raum, sondern auch Profitänzer Robert Beitsch (26).

Barbara Meier (31) entschied sich gleich für zwei magische Momente: Zum einen, dass sie ihrer Mutter einmal deren Traumstadt New York zeigen durfte und zum anderen der Heiratsantrag ihres Partners Klemens Hallman (42), der erst kürzlich in Cannes um die Hand seiner Liebsten angehalten hatte. Nach dem Tanz bedankte sie sich zudem persönlich bei ihren Eltern, die wie so oft extra angereist waren, um live im Studio ihre Tochter zu unterstützen. Für die Beurteilung von Llambi versteckte sich das Model hinter Moderator Daniel Hartwich (39), doch das musste sie gar nicht. Sie sei "mit Abstand das beste Standard-Mädchen", womit er natürlich meinte, dass sie die Promi-Kandidatin sei, die am besten mit Standardtänzen zurechtkomme. 27 Punkte!

Viele "Magic Moments" wie die Mondlandung und mehr habe Ingolf Lück (60) bereits erlebt, aber nichts komme an die Geburt seiner Kinder heran. Auch seine Tanzpartnerin Ekaterina Leonova (31) habe bei den Proben ständig an ihren Vater denken müssen. Der Freestyle zu "Faust" von Yann Tiersen entlockte dem Publikum einen sehr langen Applaus, was Juror Jorge González (50) auch verstehen konnte, befand er den Auftritt doch für "sehr fantasievoll interpretiert". Mabuse sei hingegen "leicht durcheinander", denn ihr "Motsi-Herz" habe mitgefühlt, ihr "Tänzerinnen-Herz" habe aber nicht zufrieden sein können. 21 Zähler für Lück. Moderatorin Victoria Swarovski (24) erklärte, dass sie trotzdem sehr stolz auf den Komiker gewesen wäre, wäre er ihr Vater.

Mehr als nur eine Ersatzkandidatin

Nach dem Verletzungspech von Schauspieler Bela Klentze (29) durfte die eigentlich bereits ausgeschiedene Iris Mareike Steen (26) doch wieder mittanzen. Sein Kreuzbandersatz sei gerissen und darum musste er komplett ausschieden, berichtete Klentze, der sich im Publikum befand. Dafür durfte er eine kleine Besonderheit erleben, denn seine Schauspielkollegin verbuchte 20 Punkte für ihren Auftritt, was diese freudig quittierte: "Ich hatte noch nie 'ne Zwei vorne." Da kam auch das "Sonnenschein-Gen" ihrer Familie hervor, das sie nach dem frühen Tod ihres Vaters lange Jahre suchen musste.

25 gute Punkte gab es für Judith Williams (45). Die "Höhle der Löwen"-Investorin hatte einen Tumor an der Gebärmutter. Weil sie damals Hormone nahm, bekam sie Probleme mit dem Singen, was ihre Karriere als Opernsängerin zerstörte. Unter Tränen erzählte sie, wie schmerzhaft diese Erfahrung für sie gewesen sei, dafür habe sie nun aber zwei wunderbare Töchter. "Du musst an dich selber glauben, egal was passiert", erklärte Williams und das tat sie auch mit ihrem Freestyle zu "Music Was My First Love". Mabuse fand den Auftritt "richtig klasse" und González meinte, dass sie ihre Gefühle toll nach außen transportiert habe.

Tatsächlich magisch wurde es dann noch einmal bei Julia Dietze (37) und ihrem Tanzpartner Massimo Sinató (37). Als die Schauspielerin acht Jahre alt war, starb ihre Mutter und sie habe mehrere Jahre lang nicht darüber weinen können. Auch ihr Partner hat seine Mutter verloren, weshalb die beiden bei ihrem Freestyle zu Bob Dylans "Knockin' on Heaven's Door" auch auf einer Wellenlänge lagen. "Der Tanz hat sich richtig angefühlt", urteilte Dietze nach ihrem Auftritt und das konnten die Juroren mit 30 perfekten Punkten nur bestätigen. González fand keine Worte und für Llambi war es "der beste Tanz dieser gesamten Staffel bisher."

Duell auf dem Dancefloor

Bevor es zur Entscheidung gehen sollte, mussten die Promis noch in Tanzduellen gegeneinander antreten. Seite an Seite sollten sie mit ihren Tanzpartnern jeweils die gleiche Choreographie vorführen. Lück und Hermanns duellierten sich als Matrosen verkleidet zu "Girls, Girls, Girls" und staubten beide kräftig Punkte für ihren Charleston ab. 26 Zähler für Hermanns, 28 für Lück. Bei einem Streetdance zu "Push it!" standen sich Steen und Dietze gegenüber. "Julia, das war heute dein Tanz", urteilte Mabuse und machte damit noch einmal unmissverständlich klar, dass Steen (20 Punkte) zwar nicht schlecht war, gegen Dietze (29 Punkte) im direkten Vergleich aber absolut keine Chance hatte.

Der letzte Tanz des Abends war das Duell von Williams und Meier. Zu den Bollywood-Klängen von "Darshan" gab es für die Zuschauer bezauberndes orientalisches Flair. Die beiden machten den Juroren die Entscheidung besonders schwer, denn die Tänzerinnen lieferten "eine Riesen-Show" ab, wie Llambi erklärte. Auch Mabuse befand, dass beide heute "auf höchstem Niveau" agierten. 29 Punkte für Meier, 27 Zähler für Williams. Nachdem alle Punkte miteinander verrechnet worden waren, sah es für die abgeschlagene Steen nicht sonderlich gut aus. Wohl zur Überraschung vieler musste allerdings Thomas Hermanns das Parkett verlassen.

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