"Kind 44" als ZDF-Wiederholung: Die wahre Geschichte des "Ripper von Rostow" erneut sehen

Montagabend strahlte das ZDF den Thriller "Kind 44", der auf dem gleichnamigen Bestseller von Tom Rob Smith basiert, erstmals im Free-TV aus. Wie Sie den düsteren Krimi mit Tom Hardy als Wiederholung sehen können, erfahren Sie hier.

Leo (Tom Hardy, r.) macht General Nesterow (Garys Oldman, l.) klar, dass ein Kindermörder umgeht. Bild: ZDF/Larry D. Horricks

Gänsehaut-Atmosphäre im Zweiten: Am Montagabend strahlte das ZDF den Thriller "Kind 44" aus. Als Quelle für die fiktive Geschichte, die "Kind 44" erzählt, gilt der wahre Fall des sogenannten "Rippers von Rostow", Andrei Romanowitsch Tschikatilo, der 1994 hingerichtet wurde. Zwischen 1978 und 1990 soll Tschikatilo mehr als 53 Menschen ermordet haben. In Russland zeigt man sich alles andere als begeistert über den Film "Child 44". Wegen "Verfälschung historischer Fakten" wurde er nun sogar verboten!

"Kind 44" am 19.03.2018 verpasst? Keine Wiederholung online in der ZDF-Mediathek

Zuschauer, die den düsteren Spielfilm am Montagabend, den 19.03.2018, verpasst haben und sich den Krimi gern noch einmal ansehen wollen, schauen sprichwörtlich in die Röhre. Denn eine Wiederholung des düsteren Thrillers mit Tom Hardy und Gary Oldman wird es nicht geben. Weder im TV noch in der ZDF-Mediathek werden Sie in diesem Fall fündig. Da sollte der Recorder im besten Fall bereits vor Filmbeginn auf 22.15 Uhr programmiert werden.

Darum geht's in "Kind 44" mit Gary Oldman und Tom Hardy

Der Film von Regisseur Daniel Espinosa ist eine Adaption von Tom Rob Smiths gleichnamigem Bestseller und handelt von dem grausamen Mord an mehreren Kindern während der Zeit der Sowjetunion unter Stalin. Tom Hardy, der in dem Film den russischen Geheimpolizist Leo Demidow verkörpert, setzt alles daran die Morde aufzuklären. Doch als auch seine Frau Raisa (Noomi Rapace) des Verrats beschuldigt wird, nimmt Leos Leben eine dramatische Wendung.

Der Film mit Gary Oldman (57, "Darkest Hour") und Tom Hardy (37, "No Turning Back") in den Hauptrollen war zuvor ins Fadenkreuz des russischen Kultusministeriums geraten, weil er eine "Verfälschung historischer Fakten sowie eine absichtliche Interpretation von Geschehnissen, Bildern und des Charakters der sowjetischen Bürger dieser Zeit" sei. So wird die Erklärung von der US-amerikanischen Branchenseite "Deadline" zitiert.

Die wahre Geschichte hinter "Kind 44"

Der Film "Kind 44" basiert größtenteils auf wahren Ereignissen. So wird darin die wahre Geschichte des sowjetischen Massenmörders Andrei Romanowitsch Tschikatilo, der von 1978 bis 1990 mindestens 53 Menschen getötet haben soll, aufgegriffen. Tschikatilo selbst gab an, dass er mindestens 56 Menschen ermordet hätte. Seine Opfer waren sowohl männlich als auch weiblich, die Mehrheit davon waren Kinder und Jugendliche.

Andrei Romanowitsch Tschikatilo: So wurde er zum "Ripper von Rostow"

Weil er seine Taten überwiegend innerhalb der südrussischen Oblast Rostow verübte, wurde Andrei Romanowitsch Tschikatilo von den Medien als "Der Ripper von Rostow" oder "Bestie von Rostow" bezeichnet. In seinen jungen Jahren galt Tschikatilo als schwächliches Kind, das von anderen Kindern gehänselt wurde. Nach seinem Abschluss an der Universität Rostow trat er eine Lehramtsstelle an. Bei seinen Schülern konnte er sich jedoch nur mit Mühe durchsetzen. Nach zahlreichen Demütigungen durch seine Schüler beging er 1973 schließlich seinen ersten sexuellen Missbrauch, der Beginn einer schrecklichen Mordserie. Nachdem Andrei Romanowitsch Tschikatilo am 14. Oktober 1992 zu Tode verurteilt wurde, verbrachte er noch mehrere Jahre im Gefängnis von Nowotscherkassk, wo er am 14. Februar 1994 durch einen Genickschuss hingerichtet wurde.

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