Grammys 2018: 6 Grammys für Bruno Mars - Alle Gewinner im Überblick

Eigentlich sollte es ein Abend des Hip-Hop werden. Am Ende steht bei den Grammys aber der Funk-Junge Bruno Mars mit dem breitesten Grinsen auf der Bühne. Auch die deutsche Band Kraftwerk wird gewürdigt.

Bruno Mars räumte insgesamt sechs Grammys ab. Bild: dpa

Der R&B- und Funk-Sänger Bruno Mars hat mit seinem Team bei der Grammyverleihung ordentlich abgeräumt und ist gleich mit sechs der begehrten Trophäen ausgezeichnet worden. Mars gewann mit dem Titel «24K Magic» und dem gleichnamigen Album unter anderem Preise für das beste Album, die beste Aufnahme und das beste Lied des Jahres. Rapper Kendrick Lamar nahm bei der Gala am Sonntag in New York fünf Grammys mit nach Hause, der achtfach nominierte Rapper Jay-Z ging überraschend leer aus.

Grammy-Verleihung 2018 verpasst? Wiederholung online sehen

Da die Grammys 2018 nicht im deutschen TV übertragen werden, ist aktuell auch keine Wiederholung der Preisverleihung geplant. Auf grammys.com finden Sie nach der Veranstaltung jedoch die Highlights der Grammy-Verleihung 2018 als Video on Demand. Auch via CBS All Access können Sie die Sendung (nach einer Registrierung) erneut online sehen.

Die Sieger der Grammy-Verleihung 2018

Eine der begehrten Auszeichnungen ging auch nach Deutschland: Die Elektro-Veteranen Kraftwerk erhielten in der eher unbekannten Sparte Dance-/Electronic-Album einen Grammy für "3-D The Catalogue". 2014 hatten Kraftwerk schon einen Grammy für ihr Lebenswerk gewonnen. In den vergangenen Jahren gewannen in den weniger beachteten der inzwischen 84 Kategorien immer wieder deutsche Künstler, vor allem Musiker aus dem Klassik- und Opern-Bereich.

Mars stach neben Jay-Z unter anderem Childish Gambino mit dessen Titel "Redbone" und den Megahit "Despacito" von Luis Fonsi & Daddy Yankee mit Justin Bieber aus. Kendrick Lamar gewann unter anderem in den Kategorien für das beste Rap-Album und den besten Rap-Titel. Mit den großen Gewinnen von Mars in den Hauptkategorien stand die Show dieses Jahr weniger im Zeichen des Hip-Hop als erwartet.

Die dreineinhalbstündige, von James Corden moderierte Gala war gefüllt mit hochkarätigen Auftritten: Neben Mars, Lamar und Gambino kamen unter anderem Elton John, Pink und Rihanna auf die Bühne. Auch Demokratin Hillary Clinton hatte einen Auftritt, als sie neben Rapperin Cardi B, John Legend, Cher und Snoop Dogg in einem vorab aufgezeichneten Sketch aus dem Enthüllungsbuch "Fire and Fury" ("Feuer und Zorn") über US-Präsident Donald Trump vorlas.

Ein starkes Statement gegen Trump und dessen scharf kritisierte Äußerung über sogenannte "Drecksloch"-Länder leistete sich Logic, nachdem er "1-800-273-8255" gerappt hatte: "An all die wunderschönen, mit Kultur, Vielfalt und Tausenden Jahren Geschichte gefüllten Länder, ihr seid keine Dreckslöcher". Die im Englischen härtere Übersetzung ("shithole") wurde von den Veranstaltern zensiert.

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jat/news.de/dpa

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