Neuer Skandal: Kika erklärt Jungs, wie man BHs öffnet

Erneut sorgt der öffentlich-rechtliche Kika für einen Skandal: In einem mittlerweile gelöschten Beitrag wurde Jungs gezeigt, wie man Mädchen an die Wäsche geht. Für Frauenrechtsorganisationen ein absolutes No-Go.

Im Kika lernen Jugendliche, wie man einen BH öffnet. Bild: Fotolia / artusfoto

Die Aufregung um die Kika-Sendung "Kummerkasten" ebbt nicht ab. Nach dem Busen-Spiel sorgt nun ein skurriles Tutorial für Wirbel. Drei Jugendliche lernen, wie man einen BH-Verschluss öffnet. Frauenrechtler sind geschockt.

Jugendliche lernen im Kika, einen BH zu öffnen

An einer Schaufensterpuppe sollen drei Jungs einen BH öffnen. "Das ist ein völlig falsches Signal. Es ermutigt Jungs schon im Kindesalter, Mädchen buchstäblich an die Wäsche zu gehen. Und es signalisiert Mädchen schon im Kindesalter, dass Jungs ihnen an die Wäsche gehen dürfen", sagt Inge Bell, Vorstand der Frauenrechtsorganisation "Terre des Femmes", gegenüber der "BZ".

Rassismus im Kika

Doch das ist nicht das einzige Problem, was Bell an dem Beitrag sieht. Die drei Jugendlichen haben offenbar alle einen Migrationshintergrund. Der Beitrag hat somit rassistische Tendenzen. "Diese Auswahl hat Signalwirkung, nach dem Motto: Migranten-Jungs brauchen besonderen Nachhilfeunterricht beim BH-Öffnen", zitiert die "BZ" Bell weiter. "Gerade in Zeiten der #MeToo-Debatte sollte so eine Instrumentalisierung von Migranten-Jungs in den Medien ein No-Go sein."

Mittlerweile ist der Beitrag nicht mehr auf der Webseite des öffentlich-rechtlichen Kinderkanals zu finden. Als Grund führt der Sender den Schutz der minderjährigen Protagonisten an. Doch warum werden solche Beiträge überhaupt erst produziert und veröffentlicht? Auf "BZ"-Anfrage verweist der Kika auf die enge Zusammenarbeit mit der Diakonie. Außerdem würden "Themen aus der Lebenswelt der sogenannten Preteens behandelt".

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bua/fka/news.de

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