Brüste! Brüste! Brüste!: Kika schockt mit Busen-Spiel für Kinder

Erst der Schwanztanz und nun ein Busen-Legespiel. Der Kindersender Kika schockt erneut mit fragwürdigen Inhalten. Nun sorgt das Thema "Brüste" für eine Sexismus-Debatte.

"Brüste! Brüste! Brüste!" spielerisch beim Kika. Bild: news.de-Screenshot (www.kika.de)

Der Kika scheint seinen Bildungsauftrag für Kinder von drei bis 13 Jahren äußerst ernst zu nehmen. Die Sendung "Kummerkasten" beschäftigt sich mit den Alltagsproblemen Jugendlicher und liefert in der Sparte "Wissen 2 go" interessante Fakten zu zahlreichen Themen. Doch einmal mehr schockt der Sender mit fragwürdigen Inhalten. Jüngstes Beispiel: Ein Busen-Memory.

Brüste-Memory bei Kika sorgt für Aufschrei

Auf der Webseite zum Thema "Brüste! Brüste! Brüste!" informiert der Kika über verschiedene Brustformen und den richtigen BH. Doch was haben sich die Macher des Kinderkanals dabei nur gedacht? Da Jugendliche gerne zocken, gibt's nämlich noch ein passendes Spiel. Zehn Busen-Paare sollen in einem Legespiel gefunden werden. Begeistert sind jedoch nicht alle von dem Spiel.

Empörung über Busen-Spiel beim Kinderkanal

"Hier wird die weibliche Brust zum Spaß objektifiziert. Mit so einem Spiel lernen Jungs und Mädchen von klein auf, dass der weibliche Körper von jedem beurteilt und begafft werden darf. Würden die Verantwortlichen eigentlich auch ein Penis-Memory machen? So was fördert den Sexismus", kritisiert Zana Ramadani vom Deutschen Staatsbürgerinnen-Verband gegenüber der "Bild"-Zeitung. Und auch im Internet wird das Spiel heftig diskutiert.

So verteidigt der Kika sein Busen-Spiel für Teenies

Doch der Kika verteidigt sein Spiel. "In Übereinstimmung mit unserer Fachberaterin Sabine Marx von der Diakonie Berlin-Brandenburg halten wir diesen Ansatz für sinnvoll, weil dadurch auch spielerisch gezeigt wird, wie unterschiedlich Brüste sein können und dass das alles normal ist. Jede sexuelle, sexistische oder voyeuristische Ausrichtung wird in Text und Bild vermieden", teilt der Sender auf "Bild"-Anfrage mit. Ob das Spiel jedoch die Unsicherheit, Scham und Peinlichkeit wirklich nimmt, ist völlig unklar.

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bua/loc/news.de

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