TV-Flops: Die TV-Flops des Jahres

Nicht jedes TV-Experiment funktioniert, und auch große Namen helfen da manchmal nichts. Das mussten einige Formate in diesem Jahr wieder schmerzlich erfahren. Wir blicken zurück auf die größten TV-Flops des Jahres.

Der ehemalige Quotenkönig Thomas Gottschalk hat mit seinen neuen Formaten kein Glück Bild: Imago/Future Image/spot on news

Seine monatliche Radiosendung ("Gottschalk - Die Bayern 1 Radioshow") ist zwar ein voller Erfolg. Doch bei TV-Formaten will es seit "Wetten, dass..?" bei Thomas Gottschalk (67, "Herbstblond: Die Autobiografie") nicht mehr so richtig laufen. Mit seinem Quoten-Unglück ist er aber nicht alleine. In diesem Jahr kamen einige große Namen und sogar ein Dauerbrenner ins Straucheln.

Thomas Gottschalk bleibt glücklos: "Little Big Stars" (Sat.1)

Nach dem gefloppten Vorabend-Talk "Gottschalk Live" im Ersten und einem unerfreulichen Jury-Posten bei RTLs "Das Supertalent" versuchte es Thomas Gottschalk 2017 in Sat.1 und setzte auf ein erprobtes Konzept: Die Kinder-Talent-Show "Little Big Stars" war in den USA ein großer Erfolg. Hierzulande ging es nach mauem Start und heftiger Kritik am Schnitt der Sendung jedoch stetig bergab. Am Ende schalteten nur noch 1,76 Millionen Zuschauer ein, so dass eine Fortsetzung angezweifelt werden darf. Bereits abgesetzt wurde sein RTL-Talk "Mensch Gottschalk", dessen Quote sich vom Vorjahr nicht erholen wollte.

Ohne Raab funktioniert's nicht: "Schlag den Henssler" (ProSieben)

TV-Koch Steffen Henssler (45) hatte große Fußstapfen zu füllen, als er Stefan Raabs erfolgreiche Spielshow übernahm. Obwohl er bei den bisherigen Ausgaben jeweils einen Sieg einstreichen konnte, sieht es nicht gut aus für "Schlag den Henssler". Schon die erste Ausgabe blieb hinter jeder Raab-Folge zurück, holte dennoch eine passable Zuschauerquote. Die zweite Folge mutierte mit 850.000 Zuschauern und 10,7 Prozent Marktanteil zum Flop. Und auch die dritte Ausgabe blieb mit 1,3 Millionen Zuschauern und 11,6 Prozent Marktanteil weit hinter den Erwartungen zurück. Zum Vergleich: Raab hatte nie weniger als 18 Prozent.

Aufgewärmt statt brandheiß: "Die ProSieben Gameshow Konferenz" (ProSieben)

Angekündigt wurde die "Gameshow Konferenz" als richtiges Event. "Während die Bundesliga in der Sommerpause steckt, lädt ProSieben zur temporeichsten Konferenz der fußballfreien Zeit ein", hieß es in der Pressemitteilung zur Show. Doch was folgte, war ein von Elmar Paulke moderierter Zusammenschnitt alter Sendungen. Der Ärger des Publikums machte sich in der miesen Quote von 500.000 Zuschauern bemerkbar. ProSieben nahm alle weiteren geplanten Folgen aus dem Programm.

Dauerbrenner im Quotenkeller: "Deutschland sucht den Superstar" (RTL)

Sollte nach 14 Staffeln "DSDS" nicht langsam Schluss sein? Die Zuschauer scheinen dieser Meinung zu sein, denn das diesjährige Finale hatte die schlechteste Zuschauerbilanz aller bisherigen Staffeln. Doch RTL gibt sich standhaft: "Ein Programm, das über vier Monate und 22 Folgen mit 3,7 Millionen Zuschauern insgesamt läuft und fast 19 Prozent bei den jungen Zuschauern hat, kann wohl kaum auf der Kippe stehen", meinte eine Sprecherin im Frühjahr zur "Bild"-Zeitung. Staffel 15 startet am 3. Januar...

Comeback gescheitert: "Rach, der Restauranttester" (RTL)

Nach vier Jahren Pause schlüpfte Christian Rach (60) im Frühjahr wieder in die Rolle als "Restauranttester". Doch die Auszeit schien dem Format nicht bekommen zu haben. Trotz des früheren Erfolgs der Sendung köchelten die Quoten auf Sparflamme und erzielten im Schnitt weniger als 12 Prozent Marktanteil. Nach wenigen Monaten wurde die Show abgesetzt, doch versicherte RTL der Website "DWDL", dass man an neuen Konzepten mit dem beliebten Fernsehkoch arbeite.

Kuppelshow klappt nicht immer: "Wirt sucht Liebe" (RTL II)

Ließe sich das Erfolgsrezept von "Bauer sucht Frau" vielleicht auf einen anderen Berufszweig übertragen? Offenbar nicht, denn wie Brigitte Nielsen (54) Single-Wirte verkuppelt, wollte kaum jemand sehen. Nach verhaltenem Staffelstart ging es stetig bergab, der Marktanteil dümpelte irgendwo um die 2 Prozent. Sieht so aus, als müssten Deutschlands Wirte künftig wieder selbst auf Partnersuche gehen.

Die Trash-Version eines Quoten-Flops: "Ich liebe einen Promi" (RTL II)

Christian Ulmens "Mein neuer Freund" (ProSieben) kam zwar bei Kritikern an, nicht aber beim Publikum. Warum sollte das in der Trash-Variante anders sein? In "Ich liebe einen Promi" war es nicht der neue Kumpel, den der Kandidat mit nach Hause brachte, sondern ein neuer Partner in Form eines Promis. Hielt der Kandidat die Scharade zwei Tage aufrecht, winkten 10.000 Euro. Mit von der Partie waren allerdings keine Hochkaräter wie Ulmen, sondern zum Beispiel Walter Freiwald, Micaela Schäfer oder Julian F. M. Stoeckel. Schon die erste Folge lockte nur desaströse 210.000 Zuschauer vor den Bildschirm.

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