"Der Medicus" 2 als Wiederholung: Vor Gericht! Droht Rob jetzt die Todesstrafe?

Am Freitag lief Teil 2 von "Der Medicus", basierend auf dem gleichnamigen Roman von Noah Gordon, im deutschen Fernsehen. Hier alle Fakten zum Film sowie Termine für die Wiederholung.

Rob (Tom Payne) hat sich in die schöne Rebecca (Emma Rigby) verliebt. Bild: ARD Degeto/UFA Cinema

Am Freitagabend strahlte das Erste den zweiten Teil der aufwendigen Romanverfilmung von "Der Medicus" aus. Damit sollte der Streifen über den jungen Arzt Rob (Tom Payne) dem Zuschauer die Zeit zwischen den Feiertagen verkürzen. Die Hintergründe zu dem deutschen Monumentalfilm mit internationaler Top-Besetzung und alle Fakten zur Buchvorlage gibt es hier.

"Der Medicus" verpasst? Teil 1 und 2 in der Wiederholung

Sie haben den packenden Historien-Film verpasst oder wollen "Der Medicus" einfach noch einmal sehen? Kein Problem! ARD und EinsFestival zeigen Teil 2 gleich mehrfach erneut im TV:

  • Das Erste, 30./31. Dezember 2014, 02.10 Uhr
  • EinsFestival, 2. Januar 2015, 21.45 Uhr
  • EinsFestival, 2./3. Januar 2015, 02.50 Uhr

Außerdem werden sowohl Teil 1, als auch Teil 2 als kostenloses Video on Demand in der ARD-Mediathek abrufbar sein. Somit können Sie "Der Medicus" auch ganz bequem online und von unterwegs online erneut genießen.

TV-Vorschau zu "Der Medicus": Das erwartet Sie in dem spannenden Historien-Drama!

Ein Junge mit guten Absichten

Buch und Film erzählen die Geschichte des jungen Robert Jeremy Cole (kurz Rob), der zu Beginn des 11. Jahrhunderts in London geboren wird und dort aufwächst. Die Lebenserwartung zu dieser Zeit war alles andere als rosig, innerhalb kurzer Zeit sterben sowohl sein Vater, als auch seine Mutter - Rob wird als Kind zur Vollwaise. Früh erwacht durch das Schicksal seiner Eltern in ihm der Wunsch, den Menschen als Arzt zu helfen. Und tatsächlich: Ein Chirurg willigt ein, ihn als Lehrling aufzunehmen und in die Kunst des Operierens einzuweihen. Schnell entwächst der wissbegierige Rob seinem Meister, denn er hat eine ganz besondere Gabe: Er kann durch Berührung seiner Patienten deren nahenden Tod spüren.

Länger als die Kino-Fassung

Dauerte die Kino-Version von "Der Medicus" bereits 150 Minuten, wird der TV-Fassung eine zusätzliche halbe Stunde Bonus-Material spendiert. Jeder der beiden Teile bringt es damit auf etwa 90 Minuten. 26 Millionen Euro kostete die Produktion des Films, der an Drehorten in Marokko und in Studios in Köln entstand. Allein in Europa konnte der Streifen über 46 Millionen Euro einspielen. Tatsächlich war "Fack ju Göhte" der einzige deutsche Film, der im vergangenen Jahr mehr Zuschauer in die Kinos locken konnte.

Bewusste Fiktion in "Der Medicus"

Im Nachwort seines Romans bestätigt Autor Noah Gordon, dass er sich für "Der Medicus" ganz bewusst für eine fiktionale Darstellung des Mittelalters entschieden hat. Dies kann nicht nur an den übersinnlichen Fähigkeiten seines Protagonisten, sondern auch an der historisch zuweilen nicht ganz korrekten Schilderung der Epoche festgemacht werden. So bereist Rob etwa die Türkei, obwohl die Gebiete damals zum byzantinischen Reich gehörten. Auch die Erwähnung von Steinburgen ist historisch nicht stimmig, da diese erst wesentlich später errichtet wurden. Und nicht zuletzt ist der Name der Hauptfigur, Robert Jeremy Cole, für das London der damaligen Zeit mehr als ungewöhnlich. Damals wurde England von den Dänen regiert, die Namensgebung war angelsächsisch geprägt.

Rob (Tom Payne) wird dabei erwischt, wie er einen Toten aufschneidet, um seine Organe zu untersuchen. Bild: ARD Degeto/UFA Cinema

Kassenschlager im Ausland

Obwohl es sich bei "Der Medicus" um ein US-amerikanisches Werk handelt (Originaltitel: "The Physician"), verkaufte sich das Buch in Europa wesentlich besser als in Gordons Heimatland. Alleine die deutsche Fassung wanderte über sechs Millionen Mal über die Ladentheke, insgesamt erschien "Der Medicus" in 42 Ländern. Im Jahr 1999 wurde das Buch auf der Madrider Buchmesse zu einem der zehn beliebtesten Bücher aller Zeiten gekürt. Gordon schrieb auch zwei Fortsetzungen, weder "Der Schamane" noch "Die Erben des Medicus" konnten aber an den Erfolg des Vorgängers anschließen.

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