18.10.2017, 10.59 Uhr

"Nicht mit uns! Der Silikon-Skandal" als Wiederholung: Krebs-Gefahr! Die wahre Geschichte hinter den Implantat-Skandal

Jahrzehntelang produzierte die französische Firma Poly Implant Prothèse fehlerhafte Brustimplantate. Mit "Nicht mit uns!" bringt Sat.1 den Skandal jetzt ins Fernsehen. Alle Hintergründe und wie Sie per Wiederholung dabei sind, lesen Sie hier.

Mit gefälschten Brustimplantaten brachte die französische Firma Poly Implant Prothèse (PIP) hunderttausende Frauen in Gefahr. Bild: Bruno Bebert/dpa

Beim großen Sat.1-Film am Dienstag drehte sich alles um den Skandal minderwertiger Silikonimplantate, mit denen sich Tausende Frauen die Brüste vergrößern ließen. "Nicht mit uns!" erzählt die Geschichte dreier Frauen die den Kampf um Entschädigung gegen einen Pharmakonzern aufnehmen. Dabei hilft ihnen der mit allen Wassern gewaschene Anwalt Axel Schwenn. Die Geschichte ist von einem realen Fall inspiriert. Dabei wurde im großen Stil für Brustimplantate minderwertiges Silikon verwendet, das im Verdacht stand, Krebs zu erregen.

Silikon-Skandal: PIP-Implantate schädigen Hunderttausende Patienten

Es vergingen Jahre, bis die Behörden dem Betrug mit minderwertigen Brustimplantaten durch den Hersteller Poly Implant Prothèse (PIP) auf die Schliche kamen. Die französische Firma hat seit 2001 die meisten ihrer Implantate mit einem billigen Industrie-Silikon statt mit dem zugelassenen Gel befüllt. Kamen Kontrolleure, wurde die Produktion vorübergehend umgestellt. Im Frühjahr 2010 fliegt der Betrug auf. Weltweit sind Hunderttausende Frauen betroffen, in Deutschland nach offiziellen Zahlen mindestens 5.224. Die Implantate können reißen oder das Silikon "ausschwitzen". Deshalb wird zum Entfernen geraten.

Skandal um Poly Implant Prothèse: Welche Rolle spielte der TÜV Rheinland?

PIP-Gründer Jean-Claude Mas wurde in der Folge zu vier Jahren Haft verurteilt, seine Firma beantragte Insolvenz. Opfer aus Frankreich können eine Entschädigung von dem Haftpflichtversicherer beantragen. Die Summe ist aber gedeckelt, für jede Frau bleiben nur ein paar Hundert Euro. Umstritten ist die Rolle des TÜV Rheinland: Er hat für PIP die Qualitätssicherung zertifiziert und überwacht. Der TÜV sieht sich als Opfer des Betrugs. Etliche Frauen klagten auf Schmerzensgeld, in Deutschland bisher ohne Erfolg. Ein französisches Handelsgericht hat rund 20.000 Klägerinnen etwa 60 Millionen Euro Schadenersatz vom TÜV zugesprochen. Dagegen läuft aber noch das Berufungsverfahren.

"Nicht mit uns! Der Silikon-Skandal"-Besetzung: Diese Darsteller und Schauspieler sind dabei

Für "Nicht mit uns! Der Silikon-Skandal" hat sich Regisseur Holger Haase die Crème de la Crème der deutschen Schauspielszene herausgesucht. Neben Hannes Jaenicke, der die Hauptrolle des Anwalts Axel Schwenn übernimmt, überzeugen Susanne Bormann, Stephanie Korgmann und Muriel Baumeister in den Rollen der geschädigten Frauen. Folgende Darsteller wirken bei "Nicht mit uns" mit:

  • Hannes Jaenicke (Axel Schwenn)
  • Susanne Bormann (Jenny Hottrop)
  • Stephanie Krogmann (Micki Schmidt-Bergen)
  • Mimi Fiedler (Katharina Vogt)
  • Muriel Baumeister (Konstanze Konrad)
  • Adrian Topol (Christian Weimann)
  • Johannes Zirner (Bernie Schumann)
  • Andreas Leupold (Carl von Gahlen)
  • Vera Kasimir (Richterin Menhard)

"Nicht mit uns!" am 17.10.2017 verpasst? "Der Silikon-Skandal" als Online-Wiederholung in der Sat.1-Mediathek

Falls Sie es am Dienstag, 17. Oktober 2017, nicht rechtzeitig vor den Fernseher geschafft haben oder Sie "Nicht mit uns! Der Silikon-Skandal" erneut sehen möchten, lohnt sich ein Besuch in der Sat.1-Mediathek via 7TV. Dort finden Sie zahlreiche Produktionen des Senders nach der Ausstrahlung im TV als Online-Wiederholung per Video on Demand. Im Fernsehen wird "Nicht mit uns!" vorerst leider nicht erneut gezeigt, sodass Sie mit dem Online-Angebot von Sat.1 vorliebnehmen müssen.

Erfahren Sie mehr: Hannes Jaenicke – Diese Momente beeinflussten seine Karriere.

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jat/kns/news.de/dpa

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