04.10.2017, 13.46 Uhr

"Willkommen bei den Honeckers" in der Wiederholung: Das Schicksal von Familie Honecker nach dem Untergang der DDR

Erich Honecker ist seit gut 23 Jahren tot. Um den einstigen DDR-Machthaber geht es in einem neuen Fernsehfilm - und die Zeit nach dem Mauerfall, als fast alles möglich schien. So sehen Sie den ARD-Film in der Wiederholung.

Johann Rummel (Max Bretschneider, li.) führt in Chile das letzte Interview mit Erich Honecker (Martin Brambach). Bild: ARD Degeto/Frederic Batier

Die französische Kinokomödie "Willkommen bei den Sch'tis" über einen strafversetzten Postbeamten begeisterte einst ein Millionenpublikum. Der Fernsehfilm, der am Abend des Einheitstages (3. Oktober 2017, 20.15 Uhr) im Ersten gesendet wird, knüpft nun zumindest mit dem Titel an die urkomische Satire aus dem Jahr 2008 an. Oder doch an den augenzwinkernden Film "Willkommen bei den Hartmanns" (2016) über eine bürgerliche Familie, die einen Flüchtling aufnimmt? Jedenfalls heißt der Streifen von Regisseur Philipp Leinemann ("Transit") "Willkommen bei den Honeckers".

"Willkommen bei den Honeckers" am 03.10.2017 verpasst? Wiederholung im TV und der ARD Mediathek online sehen

Falls Sie am Dienstag, 3. Oktober 2017, schon etwas anderes vorhatten oder die Sendung noch einmal sehen möchten, haben Sie die Möglichkeit, die Sendung als Wiederholung zu sehen. Der einfachste Weg führt in die ARD Mediathek. Dort sehen Sie "Willkommen bei den Honeckers" bis zu 30 Tage nach der Ausstrahlung kostenlos als Online-Wiederholung per "Video on Demand". Im TV wird die Sendung nicht noch einmal gezeigt.

Von Jutta Schütz

TV-Vorschau für "Willkommen bei den Honeckers" am Tag der deutschen Einheit

Erzählt wird die Geschichte des jungen, ostdeutschen Kellners Johann Rummel (Max Bretschneider) nach dem Mauerfall, der unbedingt Journalist werden will - "ohne Abitur, ohne Kontakte". Die Eintrittskarte: ein Interview mit dem früheren SED-Machthaber Erich Honecker im chilenischen Exil. Tatsächlich kommt der draufgängerische Möchtegern-Reporter 1993 mit Tricks und Fakes an den schwerkranken Ex-Staatsratsvorsitzenden heran.

Er schafft es, Honecker und dessen Frau Margot, in der DDR Ministerin für Volksbildung, in ihrem abgeschirmten Haus in Santiago de Chile zu besuchen und Seelenverwandtschaft vorzutäuschen: "Was können wir noch tun, um den Sozialismus zu alter Stärke zu verhelfen?" Hummel bekommt seine große Story. Doch welchen Anspruch hat der Film mit dem prominenten Sendeplatz am 27. Jahrestag der Deutschen Einheit?

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